Nun ist es schon wieder fast eine Woche her, dass in Haiti das passiert ist, was von Reportern als „Tor zur Hölle“ bezeichnet wird. Ein Erdbeben hat eines der ärmsten Länder heimgesucht und forderte zwischen 100.000 und 200.000 Tote. Das Ausmaß ist noch nicht absehbar Bergungsmaßnahmen sind erschwert bis nahezu unmöglich, Hilfsgüter kommen nur schwer an ihre Bestimmungsorte und das Land droht an Verzweiflung, Gewalt und Hoffnungslosigkeit unterzugehen.
„Das Erdbeben in Haiti ist nach UN-Angaben die schlimmste Katastrophe, mit der die Vereinten Nationen jemals zu tun hatten.“
Ich habe euch ein paar Links herausgesucht, sollte es Euch interessieren:
interessante Artikel
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-01/haiti-flughafen-hilfe
http://www.zeit.de/wissen/2010-01/interview-haiti-psychologie
aktuelle Berichte:
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/haiti_erdbeben_ueberblick_1.4520392.html
http://www.heise.de/tp/blogs/8/146914
http://kurier.at/nachrichten/1970156.php
Sammlung von Nachrichten zu Haiti
http://oe1.orf.at/inforadio/117890.html?filter=4
Bericht über die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen dzt. vor Ort:
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/hilfseinsaetze/artikel/details/update-zum-noteinsatz-in-haiti/
Informationen zu Haiti
http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti
http://www.who.int/countries/hti/en/
http://www.unicef.de/haiti_erdbeben.html
Setz man sich ein wenig mit dieser Katastrophe auseinander so wird, zumindest mir, wieder einmal bewusst, wie dankbar wir sein dürfen, dass wir in einem so wunderbaren, stabilen, reichen Land geboren wurden, bzw. Leben dürfen. Auch wenn ich damit keine Probleme und Sorgen in ihrer Bedeutung schmälern möchte, so wird einem, so denke ich wieder der Blick geöffnet für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und dass wir unser Leben oftmals komplizierter und schwieriger machen als es notwendig wäre. Wir uns unnötig unser Herz schwer machen, wo es doch zumeist „halb so wild ist“. Messen manchmal nicht den „falsche“ Dingen im Leben Priorität und Wichtigkeit bei? Mir wird wieder einmal bewusst, wie schnell man hier auch gefangen genommen wird, von den „Wertevorstellungen“, „Anforderungen“ und „Notwendigkeiten“ die einem von unserer Gesellschaft quasi aufdoktriert werden.
Doch geht es nicht eigentlich um ganz was anderes? Wären wir nicht manchmal mit wesentlich WENIGER glücklicher, entspannter und weniger gestresst? Verblendet das Streben nach MEHR nicht nur unseren Blick sondern auch unseren Geist und können wir plötzlich nicht mehr sehen, was oftmals die Menschen um uns, die wir lieben und schätzen, wirklich brauchen? Mit dem Verlangen, nach einer größeren Wohnung, einem größeren besseren Auto, nach einem besseren besser bezahlten Job usw. beginnen wir uns selbst untreu zu werden, und verraten dabei nicht nur uns selbst. Sollten wir nicht einmal öfters innehalten und uns fragen was wir und unsere Lieben wirklich brauchen? Und nach dem streben was 10.000 mal mehr Wert ist als jede neue Wohnung und jedes neue Auto?
Meine Phantasie ist, dass wir wesentlich gelassener und entspannter dem Leben gegenüberstehen würden. Viele Diskussionen, Streits und Verletzungen würden nicht passieren und wir würden hoffentlich mehr zusammenrücken als immer mehr auseinander. Neid würde nicht so eine zentrale Rolle in der der Gesellschaft spielen und Toleranz könnte wünschenswerter weise wieder mehr walten, als das es jetzt der Fall ist.
Ich habe auch vor einiger Zeit den Film die Bucht (http://www.thecovemovie.com/) gesehen. Auch hier wurde mir wieder einmal bewusst, wie verkehrt manche Dinge auf dieser Welt sind.
Meine persönliche Meinung ist, dass jeder einzelne von uns sich darüber bewusst werden sollte, dass auch „kleine“ Handlungen enorm wichtig sind und Veränderungen bewirken können. Denn viele kleine Tropfen höhlen auch den Stein! Ja ich denke, dass wir dazu aufgefordert sind Verantwortung zu übernehmen, für uns aber auch für Dinge die auf den ersten Blick uns „nichts angehen“!. Sieht man jedoch genauer hin, so sind sie Teil eines Ganzen und gehen uns somit ALLE etwas an.
Ich wünsche mir und allen anderen, dass wir auf diesem Weg wieder ein kleines Stück näher zu uns und an unsere Lieben heranrücken.
Ich bin in Gedanken auf jeden Fall bei Euch und bei all diesen armen Menschen die in diesem Moment die Hölle auf Erden erleben.
Alles Liebe Dina

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