Nachdem ich die letzten Monate meinen Blog Texttechnisch schwer vernachlässigt habe finde ich nun endlich wieder einmal ein wenig Zeit von meinem Leben zu berichten.
Seitdem ich wieder hier bin hat sich einiges getan. Ich war 1-2 mal Skifahren (na gut vielleicht war es sogar mehr) , wie man an den Fotos sehen kann, wir haben ein super Fest gefeiert (leider haben es einige versäumt) und ich war mit Birgit in Schweden.
Außerdem hab ich eine Reihe an Vorträgen über Bolivien gehalten und am 18. November werde ich einen großen Vortrag mit Hans (Dir. Intersol) gemeinsam im Lateinamerikanischen Institut halten. Würde mich freuen das ein oder andere Gesicht dort begrüßen zu dürfen.
Wie viele vielleicht wissen stehe ich im Laufenden Kontakt mit Bolivien und ich plane Ende September gemeinsam mit Hans und einer Expertengruppe wieder hinzufahren. Wir werden den Fortschritt, Veränderungen und Verbesserungen durchgehen und Hans wird mit den anderen Experten auch noch nach Oruro, Cochabamba usw. fahren. Ich freue mich schon sehr darauf und bin schon gespannt wie es sein wird nur als „Gast“ vorbeizukommen.
Intersol ist sehr aktiv, hat vor kurzem eine Bolivianische Gruppe in Salzburg zu Gast gehabt und auch sonst mahlen die Mühlen stetig. Ich möchte euch an dieser Stelle den Verein nocheinmal ans Herz legen, da Intersol nicht nur in Potosí wichtige Arbeit leistet. (www.intersol.at )
Ich habe von Isaac (derzeitiger Psychologe bei Musol ) und
Colin (Voluntario) Fotos geschickt bekommen welche ich auf http://musol.blogr.com stellen werde, für
jeden der sehen möchte wie es denn „meinen“ Kindern geht, die ich fast ein Jahr
lang in meinem Leben hatte. Ich hoffe sie gefallen euch.
Ich habe in den letzten Monaten wieder versucht mich an das Leben hier zu gewöhnen und meinen „neuen“ alten Rhythmus zu finden. Ich finde es schön wie mich einige von Euch dabei begleiten und mir immer wieder zur Seite stehen, wenn ich das Gefühl habe nicht ganz so rund zu laufen. Ich mache weder viel Yoga, was total super ist, sehe wieder Maxi (Birgits Pferd) und schon bald kann ich wieder tauchen gehen. Auf das freue ich mich riesig.
Ich bin wieder in meiner alten Arbeitsstelle beim Verein LOK, in derselben WG und genieße es sehr, liebe Kollegen zu haben und in Zeiten der Wirtschaftskrise einen relativ sicheren Arbeitsplatz. Ich habe die EMDR Ausbildung angefangen – eine therapeutische Methode zur Behandlung von Traumafolgeerkrankungen. Dies entspricht irgendwie genau mir und so habe ich das Gefühl, dass ich trotz vieler „alter“ Dinge (wie meine Arbeit zum Beispiel) mich weiter vorwärtsbewege. Ich versuche, Dinge die ich in Bolivien für mich, für das Leben gelernt habe, hier in Österreich zu integrieren. Was zugegebener Maßen nicht immer einfach ist. Eine gewisse Gelassenheit dem Leben gegenüber zu haben, das Vertrauen zu entwickeln das alles seinen Sinn hat und auch manchmal die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn ein Tag einmal nicht so sonnig ist,… dies stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Auf der anderen Seite habe ich soviele liebe Menschen um mich und darf mich glücklich schätzen wunderbare Freunde zu haben.
Der Tod meines Vaters wird auch immer mehr zur „Normalität“. Gerade als ich zurückkam aus Bolivien, gab es doch viele (unerwartete) Momente wo es mir mehr als schmerzlich bewusst wurde, dass Vieles nicht mehr so ist/war wie noch vor meiner Abreise. Es hat sich natürlich einiges in meiner Familie verändert seitdem, aber schön langsam pendelt sich alles ein.
Aber nun kurz zu meinem Schwedenkurzurlaub. Birgit und ich
wollten ursprünglich nach Island fahren, doch leider wurde daraus nichts und so
haben wir kurzfristig beschlossen nach Schweden zu fliegen.
Wir sind zunächst nach Kopenhagen geflogen und dann mit dem
Zug über eine laaange Brücke nach Malmö.
Malmö ist eine liebe kleine Stadt, die
uns beiden sehr gefallen hat. Wohl aus verschiedenen Gründen ;-) Mir wegen dem
Strand und Meer und Birgit wohl eher wegen den Vielseitigkeitshindernissen die
wir sehr genau begutachtet haben.

So ein Tag in Malmö vergeht relativ schnell,
Hindernisse besteigen
Enten fotografieren und zum Maxi einkaufen gehen ;-)
Am nächsten Tag ging es dann mit unserem „Schiaßer“ auf Richtung Göteburg.
Zunächst ging es auf nach Helsingborg und zum Schloss Sofiero wo wir mit einer dynamischen Reisegruppe zusammenstießen und den nützlichen Hinweis erlangten – watch out for the flowers they are blooming!
Ja da musste man schon sehr genau schauen um das zu bemerken! Ich gab dann noch ein kleines Konzert für unsere Reisegruppe und weiter ging‘s entlang der Küste gen Norden.
Per Zufall kamen wir an einem idyllischen Schloss namens
Kraperupp, welches einen wunderschönen Garten hat und ein entzückendes kleines
Café wo wir uns eine kleine Stärkung genehmigten.
Nächste Station war Molle ein Fischerdörfchen auf der
Halbinsel am Fuße des unglaublich 187m hohen Kullaberg.
Auf der Suche nach einem Leuchtturm im
Naturreservat kamen wir schlußendlich auf eine Kuhweide ohne Kühe und vom
Leuchtturm war auch weit und breit nichts zu sehen. Dafür ging ganz gehörig der
Wind und so kullerten wir wieder gemütlich den Berg hinunter.
Schon etwas müde führte uns die Straße noch nach Bastad, ein kleines Städchen mit wunderschönen Strand wo es uns ganz besonders gut gefiel.
Am nächsten Morgen waren wir schwer „Strandmotiviert“ also schnell rein in die Flip Flops und den Bikini, aber sicherheitshalber nochmal schnell eine Hose drüber ;-)
Naja was soll ich Euch sagen, der Bikini hat kein Sonnenlicht gesehen und
blieb gut unter meinem Fleece versteckt. Aber Hauptsache Flip Flops um ein
Zeichen zu setzten.
So blieben wir noch mehrere Male an verschiedenen Orten
stehen, um uns gehörig durchblasen zu lassen, und um die Schönheit Schwedens
genießen zu können.
Am Nachmittag kamen wir dann nach kleineren Umwegen in Göteburg in unserem Hotel an ;-). Göteburg ist um einiges größer als Malmö, kann aber mit dem Charme nicht mithalten.
Das schönste an Göteburg ist ein unglaublich großer Schlosspark – nur das dazugehörige Schloss haben wir nicht gefunden, dafür 1000de Marathonläufer, Pferde und Bambi!
Am Abend haben wir dann ein superliebes Vegetarisches Lokal entdeckt, wo wir uns noch so richtig sattgegessen haben und dann ging es ab – auf ganz dekadent in die Sauna, und danach in ein warmes bequemes Bett. Nach viel Regen und Wind und viel zu wenig Kleidung an war das der gelungene Abschluss.
Bevor es am nächsten Tag nach Hause ging gab es noch ein
superleckeres Frühstück, gefolgt von einem Stadtrundgang und einem längeren
Ausflug bei der Tankstelle, denn in Schweden ticken die Zapfsäulen wohl ein
wenig anders als bei uns ;-)
Wieder zu Hause angekommen dachten wir noch einmal wehmütig an unseren „Schiaßer“ und die vielen schönen Strände und an das Rauschen des Meeres. Wie immer war die Zeit viel zu kurz,… aber schön wars.
So meine lieben,
falls ihr es bis hierher geschafft habt,
ich hoffe es hat euch gefallen ;-)
bis bald Dina

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