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Ein paar Gedanken


Nun ist es schon wieder fast eine Woche her, dass in Haiti das passiert ist, was von Reportern als „Tor zur Hölle“ bezeichnet wird. Ein Erdbeben hat eines der ärmsten Länder heimgesucht und forderte zwischen 100.000 und 200.000 Tote. Das Ausmaß ist noch nicht absehbar Bergungsmaßnahmen sind erschwert bis nahezu unmöglich, Hilfsgüter kommen nur schwer an ihre Bestimmungsorte und das Land droht an Verzweiflung, Gewalt und Hoffnungslosigkeit unterzugehen.

„Das Erdbeben in Haiti ist nach UN-Angaben die schlimmste Katastrophe, mit der die Vereinten Nationen jemals zu tun hatten.“

Ich habe euch ein paar Links herausgesucht, sollte es Euch interessieren:

 

interessante Artikel

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-01/haiti-flughafen-hilfe

http://www.zeit.de/wissen/2010-01/interview-haiti-psychologie

 

aktuelle Berichte:

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/haiti_erdbeben_ueberblick_1.4520392.html

 

http://www.heise.de/tp/blogs/8/146914

 

http://derstandard.at/1262209686576/Erdbeben-in-der-Karibik-Pluenderungen-nehmen-zu-Ueberlebende-fluechten-aus-Port-au-Prince

 

http://kurier.at/nachrichten/1970156.php

 

Sammlung von Nachrichten zu Haiti

http://oe1.orf.at/inforadio/117890.html?filter=4

 

Bericht über die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen dzt. vor Ort:

http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/hilfseinsaetze/artikel/details/update-zum-noteinsatz-in-haiti/

 

Informationen zu Haiti

http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti

http://www.who.int/countries/hti/en/

http://www.unicef.de/haiti_erdbeben.html

 

 

Setz man sich ein wenig mit dieser Katastrophe auseinander so wird, zumindest mir, wieder einmal bewusst, wie dankbar wir sein dürfen, dass wir in einem so wunderbaren, stabilen, reichen Land geboren wurden, bzw. Leben dürfen. Auch wenn ich damit keine Probleme und Sorgen in ihrer Bedeutung schmälern möchte, so wird einem, so denke ich wieder der Blick geöffnet für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und dass wir unser Leben oftmals komplizierter und schwieriger machen als es notwendig wäre. Wir uns unnötig unser Herz schwer machen, wo es doch zumeist „halb so wild ist“. Messen manchmal nicht den „falsche“ Dingen im Leben Priorität und Wichtigkeit bei? Mir wird wieder einmal bewusst, wie schnell man hier auch gefangen genommen wird, von den „Wertevorstellungen“, „Anforderungen“ und „Notwendigkeiten“ die einem von unserer Gesellschaft quasi aufdoktriert werden.

Doch geht es nicht eigentlich um ganz was anderes? Wären wir nicht manchmal mit wesentlich WENIGER glücklicher, entspannter und weniger gestresst? Verblendet das Streben nach MEHR nicht nur unseren Blick sondern auch unseren Geist und können wir plötzlich nicht mehr sehen, was oftmals die Menschen um uns, die wir lieben und schätzen, wirklich brauchen? Mit dem Verlangen, nach einer größeren Wohnung, einem größeren besseren Auto, nach einem besseren besser bezahlten Job usw. beginnen wir uns selbst untreu zu werden, und verraten dabei nicht nur uns selbst. Sollten wir nicht einmal öfters innehalten und uns fragen was wir und unsere Lieben wirklich brauchen? Und nach dem streben was 10.000 mal mehr Wert ist als jede neue Wohnung und jedes neue Auto?

Meine Phantasie ist, dass wir wesentlich gelassener und entspannter dem Leben gegenüberstehen würden. Viele Diskussionen, Streits und Verletzungen würden nicht passieren und wir würden hoffentlich mehr zusammenrücken als immer mehr auseinander. Neid würde nicht so eine zentrale Rolle in der der Gesellschaft spielen und Toleranz könnte wünschenswerter weise wieder mehr walten, als das es jetzt der Fall ist.

 

Ich habe auch vor einiger Zeit den Film die Bucht (http://www.thecovemovie.com/) gesehen. Auch hier wurde mir wieder einmal bewusst, wie verkehrt manche Dinge auf dieser Welt sind.

Meine persönliche Meinung ist, dass jeder einzelne von uns sich darüber bewusst werden sollte, dass auch „kleine“ Handlungen enorm wichtig sind und Veränderungen bewirken können. Denn viele kleine Tropfen höhlen auch den Stein! Ja ich denke, dass wir dazu aufgefordert sind Verantwortung zu übernehmen, für uns aber auch für Dinge die auf den ersten Blick uns „nichts angehen“!. Sieht man jedoch genauer hin, so sind sie Teil eines Ganzen und gehen uns somit ALLE etwas an.

 

Ich wünsche mir und allen anderen, dass wir auf diesem Weg wieder ein kleines Stück näher zu uns und an unsere Lieben heranrücken.

Ich bin in Gedanken auf jeden Fall bei Euch und bei all diesen armen Menschen die in diesem Moment die Hölle auf Erden erleben.

 

Alles Liebe Dina

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Bolivien Teil II

 

So nun bin ich schon wieder über eine Woche in Österreich, und habe noch immer keinen 2ten Bericht geschrieben. Shame on me.

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass sehr beschäftigt war in Bolivien, und zurück in Wien, erwarteten mich soziale Verpflichtungen, die Arbeit und Sölden ;-)

Nun bin ich seit ein paar Tagen stimmlos und daher schaffe ich es endlich ein wenig Ordnung in mein Leben zu bringen.

Jetzt aber zurück nach Bolivien, besser gesagt nach Potosí, welche die quasi letzte und längste Station meines kurzen Bolivienaufenthaltes wurde.

In Potosí war alles so wie immer und doch anders. Im Zentrum konnte ich eine neue Ampel erblicken, die Gehsteige wurden, schon vor meiner Abreise, aber jetzt endlich fertig saniert. Man hat das Gefühl die Stadt ist lebendiger und es tut sich etwas. Die Lebensmittelpreise, Gas etc. sind gesunken und man hat den subjektiven Eindruck, dass es ein wenig besser geworden ist. Jedoch beim genaueren Hinsehen ist es so wie immer. Der Winter war kalt und viele mussten frieren. Der Minenbergbau geht nur schleppend voran, auch wenn die Preise langsam wieder steigen. Einige unserer Frauen und auch unserer Jugendlichen, sind nach Argentinien gegangen auf der Suche nach ihrem Glück oder besser gesagt, nach Arbeit und ein wenig Geld. Fast so wie früher die Europäer nach Amerika. Einige der Frauen sind schon wieder schwanger, obwohl Musol stark bemüht ist, Aufklärung zu schaffen, Verhütungsmethoden den Frauen näher zu bringen,… Die Bedürftigkeit dieser Menschen wird sich nicht so schnell ändern, vor allem nicht, wenn das eigene Land die Augen davor verschließt.

Ein neuer Gesichtspunkt ist also, dass die Öffentlichkeitsarbeit noch mehr in den Vordergrund rücken muß. Isaac (ein Freund von mir und derzeitiger Psychologe bei Musol), hat dahingehend einige gute Ideen, auch im Bereich Forschung und hoffen wir darauf, dass die Bolivianische Bevölkerung langsam aber sicher beginnt, sich gegenseitig zu unterstützen.

Nun die Woche in Potosí verging sehr schnell, mit Besuchen in den 2 Guarderias, in den Häusern der Frauen, mit Renovierungsarbeiten in der neuen Guarderia, Besprechungen bezüglich des Internets und des Netzwerkaufbaus, Besprechungen bezüglich der Finanzierung, der Zukunft Musols, Perspektivenentwicklung uvm. Aber da ich nur eine Woche Zeit hatte, wollte ich auch das Maximale herausholen.

Und ich denke mir, dass ist mir ganz gut gelungen. Trotz allem war es sehr schwierig für mich nicht noch mehr zu tun und viele Dinge erst gar nicht anzufangen. Ich und auch die Menschen dort sind noch immer so daran gewöhnt, dass ich einmal ein Teil des Ganzen war, das es mir nicht schwer fiel wieder anzuknüpfen. Auf der anderen Seite sehr schwer war, zu vielen Dingen und Wünschen Nein zu sagen. Ich hatte in der kurzen Zeit ein paar Einzelgespräche mit den Frauen, da es einigen sehr wichtig war und es war wunderschön zu sehen, dass sie verstanden haben, um was es mir dieses ganze letzte Jahr ging. Viele Samen die ich gesäht habe sind aufgegangen. Andere leider vertrocknet, aber damit war zu rechnen. Aber es war schön wiederzukommen und so wiederaufgenommen zu werden. Umso schwerer fiel es mir, allen nach der ersten Euphorie zu sagen, dass ich nur eine Woche bleiben werde. Vor allem bei den Kindern war es für mich sehr hart. Ich konnte nicht einmal alle wiedersehen, die ich gerne gesehen hätte. Einige der größeren Kinder sind nicht mehr in der Guarderia, da diese ja nur bis 12 Jahre geht und wie bis dato noch kein Programm für Jugendliche anbieten (wobei dies wenn alles glatt läuft und weiterhin viele Spenden kommen) wir eventuell 2010 starten können. Diese und viele Guardas die sich an verschiedenen Teilen des Treffen konnte ich nicht sehen.

Auf der anderen Seite möchte ich nicht unbescheiden sein, denn es waren doch sehr viele die ich wiedersehen durfte.

Auch mit meinen Freunden war die wenige Zeit wunderbar und ich hatte wie immer viel Spaß. Das für mich Erstaunliche ist nach wie vor, wie spontan und zufällig viele Dinge dort passieren und wie geplant und strukturiert hier bei uns alles abläuft. Und ob ihr es glaubt oder auch nicht, mittlerweile komme ich mit diesem Spontanen sehr gut zurecht und vermisse es zeitweise sehr stark hier in Wien.

Am Wochenende ging ich zur Feria um mir frische Papayas und Ananas und Bananen zu kaufen, ich besuchte Cristian und Cecilia die Eltern geworden sind, ich besuchte einige Familien, usw. Am Dienstag, die letzte Nacht vor meiner Abreise traf ich mich noch mit einigen meiner Freunde im Casona um dort ein Gläschen zu trinken. Als man uns dort hinauswarf, ging es bei uns im Haus (ich war wieder im selben Haus wie damals) mit Gitarre, Gesang und viel Gelächter weiter. Am nächsten Tag hieß es, mit wenig Schlaf das maximale aus meinem letzten Tag herauszuholen.

Finanzplan wurde übergeben, Netzwerk fertig gestellt. Internet funktionierte einwandfrei, Fotos von den meisten Kindern (wie ich es Ihnen versprochen hatte), weitere organisatorische Tätigkeiten mit Ibeth gemeinsam und so weiter und so fort.

Doch am Ende des Tages (wir mussten um 23:00 in unseren Bus steigen) war alles erledigt. Es waren viel zu viele Abschiede in zu kurzer Zeit und als Jacques und ich dann im Bus saßen, konnte ich es kaum glauben, dass meine Zeit hier in Potosí schon wieder vorüber war. Gemeinsam saßen wir im Bus, schweigend, jeder seinen Gedanken nachhängend. Ich konnte dieses Mal nicht einmal weinen. Vermutlich weil ich allen versprechen musste, dass ich ganz bald wiederkommen muss, und so für mich klar war, das es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich mich in Potosí wie zu Hause fühle. Um 4 in der Früh erwartete uns dann in Oruro eine Überraschung. Der rest der Gruppe kam (direkt von der Disco ;-)) um uns beim Umsteigen von dem einen Bus in den anderen, eine gute Reise zu wünschen. Das war natürlich was und wir freuten uns riesig und mit einem Lächeln auf den Lippen schafften wir dann auch noch die letzten 3 Stunden nach La Paz.

Mein letzter Tag in Bolivien/La Paz, verlief recht intensiv. Diskussion mit Hotelbesitzerin wegen gestohlenen Ipod und Geld. Shopping der letzten Geschenke, Treffen mit Gissela, die schon im März ihr Butzi bekommt! Yippie! Essen mit Jacques und dann 2 Konzerte von Mogli, welche echt Spitze waren und die es mir auch noch immer sehr erschweren, dieses Land wieder zu verlassen. Da Schlafen ja manchmal ein wenig überwertet wird, fuhr ich quasi direkt von der Bar zum Flughafen um dort meinen Reisemarathon anzutreten. Beim Heimflug (Jacques und ich flogen beim Heimflug gemeinsam bis Miami) kamen wir nochmal ganz gehörig ins Schwitzen, da unser Triebwerk einen Schaden hatte und nicht klar war, ob wir unsere Anschlüsse in Miami erreichen würden. Doch gracias a dios, hat alles funktioniert und ich war somit rechtzeitig in Wien um noch auf die Hochzeit von Ollie gehen zu können.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es wieder wunderbar war, ich mir nicht gedacht habe, dass es so einfach sein würde, wieder dort zu sein, akzeptiert zu werden und sich am anderen Ende der Welt einfach zu Hause zu fühlen. Viel ist weitergegangen 2009 und noch viel mehr wird 2010 weitergehen. Schön dies zu sehen.

Bin schon gespannt wie es weitergehen wird. In diesem Sinne viel Spaß bei den Fotos und ich hoffe Einige von Euch bei meinem Vortrag im LAI am 18.11. um 19:00 wieder zu

In diesem Sinne,

dickes bussi

Dina

 

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BOLIVIEN 2009, Teil I

 

Also, nun bin ich schon wieder über eine Woche hier in Bolivien und ich habe das Gefühl die Zeit rennt wie im Flug, abgesehen davon, dass es sich so anfühlt als wäre ich schon wieder Ewigkeiten hier. Alles ist so vertraut und in Potosí ist dieses Gefühl besonders stark. Ich wohne wieder in „unserem“ Haus und es sind eigentlich dieselben Leute hier, außer dass ich nicht mehr mein altes Zimmer habe ;-) Irgendwie ist es, als ob ich nie weggewesen wäre, auch wenn ich das nie gedacht hätte. Ich wurde überall mit offenen Armen empfangen. Viele der Kinder sind gewachsen und ein paar hätte ich fast nicht wieder erkannt, andere gar nicht, was mich mit großer Sorge erfüllt, wenn ein Kind in 10 Monaten offensichtlich so gut wie gar nicht wächst. Leider sind auch einige der Frauen nicht mehr in Potosí, denn sie sind nach Argentinien gegangen mit der Hoffnung auf bessere Arbeitsbedingungen. Doch der Großteil ist noch immer bei Musol und auch einige neue Gesichter konnte ich ausmachen.

Aber fangen wir von vorne an. Die ersten 2 Tage war ich in La Paz. Die Anreise war überraschend entspannt, ich hatte viel Platz am Flieger und auch sonst verlief alles problemlos. AM Flughafen in La Paz kam ich kurz in schwitzen, da ich Angst hatte dass sie meinen Koffer mit den Solarpanelen und der Pumpe aufmachen könnten und dann hätte ich Probleme bekommen können. Aber nachdem ich wie eine Ameise angepackt war (2 Riesentaschen, ein Rucksack und die Laptoptasche) dürfte ich den Eindruck gemacht haben, dass man mich besser in Ruhe lässt ;-)


Der erste Tag in La Paz verlief ruhig, ich machte mit Juan die Stadt unsicher, sah mir die Worldpress Fotoausstellung an und genoss das Gefühl mich am anderen Ende der Welt zu Hause zu fühlen. Am Abend kam dann der Rest der Gruppe an. Mit Brunnenbohrern Solarbaukits und vielem mehr im Gepäck. Wir waren/sind eine gemischte Gruppe bestehend aus Intersol (Hans und Gudrun), Josef unserem Brunnenbohrer, Walter und Sigi die Solarpanelbaumeister, Werner der sich der Solarpumpen angenommen hat, Jaques der 6 Dellcomputer + Bildschirme gespendet hat und diese jetzt auch installieren wird, Susi und Matthias von der Firma Omicron (Vorarlberger Firma, welche 2 Projekte hier in Bolivien unterstützt) und unsere Voluntarios Daniel der im Moment Chef vom Complejo Solar in Oruro ist, Phillip der dann den Bau von Solarpanelen mit bolivianischen Schülern übernehmen wird und Daniel unser eifriger Zivildiener und natürlich ich. Ihr seht eine ganz schön große Gruppe.

Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Tiawanaco, wo ich schon letztes Jahr einmal war, falls ihr euch erinnern könnt. Es ist die größte Ausgrabungsstätte Boliviens und gibt noch viele Rätsel auf. Die Tiwunaco Kultur war eigentlich die größte Hochkultur in diesem Raum von ca 2000 v. CHr. bis ca. 1000 n. Chr. Trotz allem sind die Inkas wesentlich bekannter. Das traurige ist, dass bei dieser Ausgrabungsstätte viel von den Spaniern zerstört und abgetragen wurde und die Rekonstruktion teilweise erschwert ist.

Danach ging es weiter aufs Land zu einem kleinen Dorf in dem die Jesuiten einen Standort haben und sich sehr stark engagieren. Vater Fabio (gebürtiger Italiener) ist schon seit 20 Jahren in Bolivien tätig und setzt sich stark für die Einwohner ein. Wie immer ist das nicht so einfach. Es ist dort gerade ein Centro de Salud im entstehen, welches langsam sehr gut angenommen wird, auch wenn die Bevölkerung noch immer große Scheu davor hat zu einem Arzt zu gehen. Aber durch das Vertrauensverhältnis welches mit dem Vater besteht usw. können gute Erfolge verbucht werden. Danach besuchten wir ein Fortbildungszentrum, wo den Bewohnern die Vorteile der Solartechnik näher gebracht werden und versucht wird ihnen ein Umweltbewusstsein zu vermitteln. (Ich sah dort die erste Mülltrennung in ganz Bolivien!) Also prinzipiell eine gute Sache. Es bleibt zu wünschen, dass das langsam auf das ganze Land übergreift um diese so wunderschöne Land zu bewahren, denn manchmal hat man das Gefühl es wird irgendwann einmal in Plastiksackerln und anderem Müll ersticken.

Das Wochenende habe ich dann in Cochabamba verbracht. Ich habe meine Familie besucht, war auf einem Konzert von Mogli (ein hervorragender Musiker), hab noch viele andere Freunde getroffen, von einem Treffen zum anderen gefahren und dann hab ich auch noch Claudia getroffen. Claudia war mit mir in der Sprachschule in Cochabamba, ist Schweizerin und so wie ich engagiert sie sich gerne für „ihr“ Projekt. Sie ist schon das 3te Mal in Bolivien in einem Waisenhaus (gegründet von Schweizern) in Cocha. Das war ein schönes Wiedersehen, vor allem weil wir es in Europa nicht geschafft haben und so haben wir einfach nochmal kurz alte Zeiten wiederaufleben lassen, auch wenn dazu eigentlich zu wenig Zeit war.

Ich bin die meiste Zeit ziemlich müde, weil natürlich alles für mich sehr intensiv ist. Ich versuche in möglichst kurzer Zeit das Maximum herauszuholen. Es ist wie schon gedacht, sehr emotional. Ich fühle mich hier sehr verbunden und ein Stück weit zu Hause. Das ist nicht immer einfach. Vor allem wenn „alle“ (vor allem meine Frauen und Kinder) davon ausgehen, dass ich bleibe.

Am Montag war ich dann in Oruro und bin wieder zur Gruppe gestoßen, die am Wochenende La Paz besichtigt haben und am Sonntag eine bolivianische Taufe erleben durften.

Die nächsten 2 Tage habe ich mit den anderen im IAI verbracht, eine Schule der Jesuiten zur Erlernung von Industriellen (technischen) Berufen. Es ist eine super Einrichtung die den Jugendlichen eine gute Ausbildung ermöglicht. Intersol arbeitet schon länger durch den Complejo Solar (nähere Informationen zu Complejo Solar siehe: …) mit dem IAI zusammen und so kamen wir mit Baukits für Solarpanele und Lampen, Solarpumpen, und Brunnenbohrer angerückt. Die nächsten 2 Tage wurde aufgebaut, vorgezeigt, erklärt, herum probiert usw.

Walter und Sigi zeigen den Schülern wie man Solarpaneele baut, damit sie es in Zukunft selbst in Bolivien produzieren und vertreiben können. Die Paneele sind ausreichend für Lampen, Radios um Handys aufzuladen usw. Wie einigen ja bekannt, ist Elektrizität in Bolivien keine Selbstverständlichkeit. Am „Campo“, also am Land, gibt es viele Häuser und Dörfer die keinerlei Strom empfangen. Diese Solarlampen stellen eine wahre Innovation dar, und lösen die schwer gesundheits – und umweltschädlichen Kerosinlampen ab.

Josef hat in der Zwischenzeit hart an seinen Brunnenbohrteilen gearbeitet und tut es laut meinem Informationsstand immer noch. Leider gab es ein paar Probleme, die sich langsam auflösen. Aber damit muss man wohl immer rechnen.

Leider konnte ich den Fortschritt nicht mehr beobachten, da ich mich mittwochs zeitig in der Früh nach Potosí aufmachte, da hier einiges an Arbeit auf mich gewartet hat und noch immer tut. Die Guarderia Nuevas Luces ist nach langem Suchen in ein etwas größeres Haus umgezogen, wo es auch keine Schwierigkeiten mit den Nachbarn gibt. Endlich gibt es auch einen Raum für die Frauen, wo man die regelmäßigen Réunionen (Treffen) und Kurse (Handarbeiten etc.) abhalten kann. Im Büro von Musol wird auch plötzlich mehr Platz. Die Bibliothek konnte auch in die Guarderia transferiert werden und bald wird dort auch ein Pc stehen, auf dem die älteren Kinder ihre Hausübungen machen können. Außerdem wird das Musolbüro nach jahrelangem Warten mit der „Außenwelt“ und dem WWW vernetzt. Jaques unser Computerspezialist aus der Schweiz der einige super Dellpc’s zur Verfügung gestellt hat, wird sich nächste Woche dieser Sache annehmen.

Ich kümmere mich darum Dinge voranzutreiben, zu schauen, dass alles für die Ankunft der Reisegruppe vorbereitet ist, alles erledigt ist, damit sich Hans einen guten Überblick verschaffen kann und dort zu helfen, wo grad wieder Not am Mann ist.

Und nebenbei versuche ich meine Freunde zu treffen, werde von den Familien eingeladen, möchte Zeit mit den Kindern verbringen, mit den Frauen usw. Trotz allem, auch wenn alles recht stressig klingt, merke ich, wie ich auf eine ganz andere Art und Weise ankomme. Es ist schön hier zu sein.

Ich werde noch viele Fotos von der Arbeit am 2ten Blog http://musol.blogr.com hochladen. Schaut doch dort wieder vorbei!

In diesem Sinne meine Lieben, ein etwas ausführlicher Bericht, aber viel ist schon wieder in dieser kurzen Zeit passiert.

Un Abrazo fuerte!

Dina

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NACH LANGER ZEIT

Nachdem ich die letzten Monate meinen Blog Texttechnisch schwer vernachlässigt habe finde ich nun endlich wieder einmal ein wenig Zeit von meinem Leben zu berichten.

Seitdem ich wieder hier bin hat sich einiges getan. Ich war 1-2 mal Skifahren (na gut vielleicht war es sogar mehr) , wie man an den Fotos sehen kann, wir haben ein super Fest gefeiert (leider haben es einige versäumt) und ich war mit Birgit in Schweden.

Außerdem hab ich eine Reihe an Vorträgen über Bolivien gehalten und am 18. November werde ich einen großen Vortrag mit Hans (Dir. Intersol) gemeinsam im Lateinamerikanischen Institut halten. Würde mich freuen das ein oder andere Gesicht dort begrüßen zu dürfen.

Wie viele vielleicht wissen stehe ich im Laufenden Kontakt mit Bolivien und ich plane Ende September gemeinsam mit Hans und einer Expertengruppe wieder hinzufahren. Wir werden den Fortschritt, Veränderungen und Verbesserungen durchgehen und Hans wird mit den anderen Experten auch noch nach Oruro, Cochabamba usw. fahren. Ich freue mich schon sehr darauf und bin schon gespannt wie es sein wird nur als „Gast“ vorbeizukommen.

Intersol ist sehr aktiv, hat vor kurzem eine Bolivianische Gruppe in Salzburg zu Gast gehabt und auch sonst mahlen die Mühlen stetig. Ich möchte euch an dieser Stelle den Verein nocheinmal ans Herz legen, da Intersol nicht nur in Potosí wichtige Arbeit leistet. (www.intersol.at )

n539414129 1748681 594924 Ich habe von Isaac (derzeitiger Psychologe bei Musol ) und Colin (Voluntario) Fotos geschickt bekommen welche ich auf http://musol.blogr.com stellen werde, für jeden der sehen möchte wie es denn „meinen“ Kindern geht, die ich fast ein Jahr lang in meinem Leben hatte. Ich hoffe sie gefallen euch. n539414129 1751838 1327950

Ich habe in den letzten Monaten wieder versucht mich an das Leben hier zu gewöhnen und meinen „neuen“ alten Rhythmus zu finden. Ich finde es schön wie mich einige von Euch dabei begleiten und mir immer wieder zur Seite stehen, wenn ich das Gefühl habe nicht ganz so rund zu laufen. Ich mache weder viel Yoga, was total super ist, sehe wieder Maxi (Birgits Pferd) und schon bald kann ich wieder tauchen gehen. Auf das freue ich mich riesig.

Ich bin wieder in meiner alten Arbeitsstelle beim Verein LOK, in derselben WG und genieße es sehr, liebe Kollegen zu haben und in Zeiten der Wirtschaftskrise einen relativ sicheren Arbeitsplatz. Ich habe die EMDR Ausbildung angefangen – eine therapeutische Methode zur Behandlung von Traumafolgeerkrankungen. Dies entspricht irgendwie genau mir und so habe ich das Gefühl, dass ich trotz vieler „alter“ Dinge (wie meine Arbeit zum Beispiel) mich weiter vorwärtsbewege. Ich versuche, Dinge die ich in Bolivien für mich, für das Leben gelernt habe, hier in Österreich zu integrieren. Was zugegebener Maßen nicht immer einfach ist. Eine gewisse Gelassenheit dem Leben gegenüber zu haben, das Vertrauen zu entwickeln das alles seinen Sinn hat und auch manchmal die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn ein Tag einmal nicht so sonnig ist,… dies stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Auf der anderen Seite habe ich soviele liebe Menschen um mich und darf mich glücklich schätzen wunderbare Freunde zu haben.

Der Tod meines Vaters wird auch immer mehr zur „Normalität“. Gerade als ich zurückkam aus Bolivien, gab es doch viele (unerwartete) Momente wo es mir mehr als schmerzlich bewusst wurde, dass Vieles nicht mehr so ist/war wie noch vor meiner Abreise. Es hat sich natürlich einiges in meiner Familie verändert seitdem, aber schön langsam pendelt sich alles ein.

Malmö Aber nun kurz zu meinem Schwedenkurzurlaub. Birgit und ich wollten ursprünglich nach Island fahren, doch leider wurde daraus nichts und so haben wir kurzfristig beschlossen nach Schweden zu fliegen.

Wir sind zunächst nach Kopenhagen geflogen und dann mit dem Zug über eine laaange Brücke nach Malmö.Schweden2009 00290 Malmö ist eine liebe kleine Stadt, die uns beiden sehr gefallen hat. Wohl aus verschiedenen Gründen ;-) Mir wegen dem Strand und Meer und Birgit wohl eher wegen den Vielseitigkeitshindernissen die wir sehr genau begutachtet haben.

Yippieeee, Buschturnier







So ein Tag in Malmö vergeht relativ schnell,

mit musizierenBirgit beim Musizieren




Hindernisse besteigen

beim erklimmen des RIESENtisches


Enten fotografieren und zum Maxi einkaufen gehen ;-) der etwas andere Maxiii



Am nächsten Tag ging es dann mit unserem „Schiaßer“ auf Richtung Göteburg.

unser Schiaßer




Zunächst ging es auf nach Helsingborg und zum Schloss Sofiero wo wir mit einer dynamischen Reisegruppe zusammenstießen und den nützlichen Hinweis erlangten – watch out for the flowers they are blooming!

eindeutig zu übersehen, die blühenden Blumen

unsere Reisegruppe






Ja da musste man schon sehr genau schauen um das zu bemerken! Ich gab dann noch ein kleines Konzert für unsere Reisegruppe und weiter ging‘s entlang der Küste gen Norden.

Schloßkonzert

Per Zufall kamen wir an einem idyllischen Schloss namens Kraperupp, welches einen wunderschönen Garten hat und ein entzückendes kleines Café wo wir uns eine kleine Stärkung genehmigten. unsere Jause im Schloß Krapperupp




Nächste Station war Molle ein Fischerdörfchen auf der Halbinsel am Fuße des unglaublich 187m hohen Kullaberg. Molle Auf der Suche nach einem Leuchtturm im Naturreservat kamen wir schlußendlich auf eine Kuhweide ohne Kühe und vom Leuchtturm war auch weit und breit nichts zu sehen. Dafür ging ganz gehörig der Wind und so kullerten wir wieder gemütlich den Berg hinunter. Schweden2009 00152

Schon etwas müde führte uns die Straße noch nach Bastad, ein kleines Städchen mit wunderschönen Strand wo es uns ganz besonders gut gefiel.

Am nächsten Morgen waren wir schwer „Strandmotiviert“ also schnell rein in die Flip Flops und den Bikini, aber sicherheitshalber nochmal schnell eine Hose drüber ;-)

Zenzi und Resi

Naja was soll ich Euch sagen, der Bikini hat kein Sonnenlicht gesehen und blieb gut unter meinem Fleece versteckt. Aber Hauptsache Flip Flops um ein Zeichen zu setzten.Schweden2009 00393

So blieben wir noch mehrere Male an verschiedenen Orten stehen, um uns gehörig durchblasen zu lassen, und um die Schönheit Schwedens genießen zu können. Arild

Am Nachmittag kamen wir dann nach kleineren Umwegen in Göteburg in unserem Hotel an ;-). Göteburg ist um einiges größer als Malmö, kann aber mit dem Charme nicht mithalten.

Göteburg Palmenhaus Göteburg Göteburg II

Das schönste an Göteburg ist ein unglaublich großer Schlosspark – nur das dazugehörige Schloss haben wir nicht gefunden, dafür 1000de Marathonläufer, Pferde und Bambi!

Am Abend haben wir dann ein superliebes Vegetarisches Lokal entdeckt, wo wir uns noch so richtig sattgegessen haben und dann ging es ab – auf ganz dekadent in die Sauna, und danach in ein warmes bequemes Bett. Nach viel Regen und Wind und viel zu wenig Kleidung an war das der gelungene Abschluss.

Bevor es am nächsten Tag nach Hause ging gab es noch ein superleckeres Frühstück, gefolgt von einem Stadtrundgang und einem längeren Ausflug bei der Tankstelle, denn in Schweden ticken die Zapfsäulen wohl ein wenig anders als bei uns ;-) .jpg

Wieder zu Hause angekommen dachten wir noch einmal wehmütig an unseren „Schiaßer“ und die vielen schönen Strände und an das Rauschen des Meeres. Wie immer war die Zeit viel zu kurz,… aber schön wars.

Tylösand

So meine lieben,

falls ihr es bis hierher geschafft habt,

ich hoffe es hat euch gefallen ;-)

bis bald Dina

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Vacaciones, Kurzurlaub

Los últimos días no estaba en Potosí. Yo fue a Cocha para visitar mi familia, ir a la escuela y bailar toda la noche. cocha, YippieYo disfrutaba mucho y muchísimas gracias a todos para sentirme tan feliz cada vez yo voy a cocha. Después yo encontré Isaac en la Paz para ir a un concierto de su primo. Estaba en la casa de su tío y toditos estaban muy amables. la paz

 

Una ironía era que fuimos a visitar una amiga de Isaac en su apartamento y saben que. Ella viva mejor que yo en Austria. Me sentí un poquito raro por esto. Estoy aquí en Potosí para apoyar la gente, y todos piensen que las gringuitas tienen harta plata y después encuentro una chica que vive mejor que yo en el mismo país donde muchos no saben que comer p q no tienen plata.  

increible

Al próximo día fuimos a Chulumani en las Yungas para disfrutar la vida allá. Yo creo que las fotos dicen todo. Las Yungas son hermosas y yo disfruté mucho. Lamentablemente tenía volver a Potosí. Mis últimas semanas aquí han empezado y todavía tengo que hacer muchas cosas. No sé como yo voy a despedirme de aquí. Va a doler mucho. Pero hasta diciembre voy a aprovechar el tiempo aquí. Por eso que todo se vayan bien. Yo voy a ir a almorzar ahorita.

am weg
Un abrazo fuerte para todos. Dina

 

Also meine Lieben, das wird wohl einer meiner letzten Berichte hier sein, denn mir bleibt nicht mehr viel Zeit hier. Meine letzten Wochen hier sind angebrochen und ich sehe dem ganzen mit einem Lachenden und einem Weinenden Auge entgegen. Auf der einen Seite freue ich mich schon auf ganz viele Dinge in Österreich und kann es kaum erwarten viele Wiederzusehen, Yogaklassen zu besuchen, skifahren zu gehen, Punsch zu trinken, leckere Sachen zu essen, Annehmlichkeiten des Lebens zu genießen und vieles mehr. Auf der anderen Seite werden mir auch viele Dinge fehlen. Und auch einige Menschen werden mir sehr fehlen und das Wissen, dass es sehr schwer sein wird sie wieder zu sehen, erfüllt mich nicht gerade mit Freude. Aber so ist der Lauf der Zeit,... ich hoffe nur dass es in Österreich mind. genauso schön sein wird, wie hier. ;-) Kokafelder

 

Die letzten Wochen hier sind gefüllt mir Dingen die ich noch gerne erledigen möchte, muß und sollte ;-) Es gäbe außerdem noch soviel zu sehen aber wie immer wird die Zeit einfach nicht ausreichen und ich muß schauen, das Beste daraus zu machen.

Darum war ich die letzten 5 Tage auf „Urlaub“. Ich war in Cocha meine Familie besuchen, mein Spanisch ein wenig auffrischen, mich mit Freunden treffen und dann war ich noch die ganze Nacht lang tanzen und hab mit dem besten Salsatänzer Boliviens getanzt. Ihr könnt euch vorstellen, wie es mir dabei ging. Pfu ich bin auf einer Wolke geschwebt, das war sooo super.

DSC01224 [640x480]

 

Am nächsten Tag bin ich dann noch schwer übernachtig auf, nach La Paz um mich mit Issac zu treffen. Wir gingen auf ein Konzert seines Cousins (heiße 18 Jahre und schon voll dabei) udn haben bei seinem Onkel übernachtet. Das war total super, weil ich wieder ein wenig Familie gespürt habe und ich mich wirklich sehr wohl gefühlt habe dort. Was für mich eine ein wenig seltsame Erfahrung war, war dass wir eine Freundin von Isaac zu Hause besucht haben. Isabel ist auch Psychologin und das wa smich so geflasht hat, war, dass die Gute in einer Riesenwohnung wohnt, eine Apartmentgebäude wie man es sonst nur aus Amerika kennt usw. Das war recht flashig für mich. Ich kam mir schon wi eine richtige Provinzlerin vor. Es ist so krass manchmal hier die Gegensätze so vor Augen gehalten zu bekommen. Und dann heißt es aber immer die Gringuitas (also wir Ausländerinnen) haben ja das Geld. Also ich trau mich wetten, dass die gute Isabel mindestens genausoviel Geld hat wie ich bzw. ihr Vater. Ja das hat mich ein wenig irritiert muß ich zugeben. Schön wäre es, wenn diese Menschen auch eine soziale Verantwortung in ihrem Land übernehmen würden und den anderen Menschen unter die Arme greifen würden. Wo wir wieder bei einem der größten Probleme Boliviens wären. Unterschiedliche Rassen, Klassen und Ansichten machen es in diesem Land zu einem Problem, das alle miteinander leben, stattdessen sind sie lieber alle gegeneinander und erschweren sich das Leben. casa hermosa

 

Noch so ein irritierendes Erlebnis hatte ich vor ein paar Wochen hier in Potosi als ich mit Freunden unterwegs war und Freunde von Freunden dazugestossen sind. Ein typ hat mich nicht gegrüßt obwohl ich ihn mehrmals grüßte. Als ich dann seinen Freund fragte, warum er mich denn nicht grüße, meinte dieser weil ich eine „andere Rasse“ sei. Ich hab geglaubt ich hör nicht recht und kam den halben Abend nicht umhin mich über so eine Engstirnigkeit, welche leider auch auf Seiten der Indigenas exisitiert, zu ärgern.

auxilio, estoy con un loco!

 

Nun aber zurück zu meinem Kurzurlaub. damit uns nicht fad wurde, sind wir (Isaac und ich) am Tag darauf weiter nach Chulumani in die Yungas gefahren. Ein Onkel von Isaac hat dort eine Finca und dort haben wir es uns (leider nur) 2 Tage gutgehen lassen. Leider war das Schwimmbecken gerade ausgelassen, trotz allem habe ich aber die Natur und die Stille sehr genossen. Hab Vögel gesehen, die man nur im Universum sieht, handgroße Schmetterlinge, die sich leider nicht fotografieren lassen, Orchideen und viel Grün. Ein Augenschmaus für meine, aOrchideen braune Landschaft gewöhnten, Augen. Einen Abend hatten wir keinen Strom, da der Wind anscheindend irgendwo eine Leitung blockiert hatte und wir verbrachten einen „urigen“ Abend bei Kerzenlicht. Kartenspielen fällt da recht schwer, vorallem für jemanden wie mich, der sowieso schon halb blind ist ;-) 

DSC01244 [640x480]

 

Der Weg zu den Dörfern der Yungas gilt als gefährlichster Weg auf der ganzen Welt. Ich kann euch aber hiermit versichern, dass er halb so schlimm ist (wie bei uns in den Bergen halt) und dass ich ihn heil überstanden habe. el camino

 

Jetzt bin ich wieder zurück in Potosi und muß auch schon wieder in die Arbeit düsen, auch wenn ich euch noch Stunden von meinem Urlaub erzählen könnte. (Hundebabys, lange Gespräche zu denne ich sonst nie Zeit habe, Yoga und zu sich kommen und vieles mehr.)

Ich hoffe es geht allen gut. Ich umarme euch alle ganz fest.

Dina

wer

 

 
 

 

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VIELES

passiert seitdem ich das letzte Mal berichtet habe. Viele von euch wissen es ja schon, mein Vater ist vor mehr als einem Monat gestorben und das hat mein Leben kurzfristig ziemlich durcheinander gebracht. Es war mehr als überraschend und dank Birgit war ich aber 4 Tage später in Österreich. Ich bin dann fast 2 Wochen in Wien gewesen bevor ich wieder die weite Rückreise nach Bolivien angetreten bin. Resi und Zenzi wieder vereint

 

Wien war trotz der tragischen Umstände sehr schön für mich. Ich hatte ein wenig Sommer, habe viele Menschen dir mir sehr wichtig sind wiedergesehen und ich konnte schon einen kleinen EIndruck gewinnen wie es sein wird wenn ich wieder zurückkehre. Viele haben bei meiner Verabschiedung gesagt: "Wirst sehen alles wird so sein wie immer". Nun in meinem Fall wohl nicht, vieles wird ganz anders sein, und es wird bestimmt nicht leicht werden. Auf der anderen Seite habe ich auch gesehen, dass selbst 1000de an Kilometern nichts an meinen Freundschaften ändern kann und das hat extrem gut getan und gibt mir Hoffnung für den Winter. 

 

Trotzallem war es auch wieder schön hier in Bolivien anzukommen. Ich bin noch am selben Tag nach Tiahuanaco gefahren, die größte Augrabungsstätte Boliviens. Link zu Wikipedia siehe auch im Fotoalbum. Es blieb mir quasi noch ein Tag um wieder in Bolivien anzukommen

puerta del sol

Ich muß zugeben ich war ein wenig enttäuscht, da leider nicht so konserviert wird, wie wir es gewöhnt sind und auch der Respekt vor all diesen unglaublich Geschichtsträchtigen Funden fehlt ein wenig. Alles wird angegriffen usw. Dabei hab ich schon als kleines Kind gelernt, dass man nur mit den Augen schaut ;-)

DSC00407 [800x600]

Viele der Steine wurde zur Erbauung der angrenzenden Stadt verwendet und so muß vieles rekonstruiert werden. 

Trotz allem finde ich solche Orte immer wieder sehr faszinierend und finde es immer wieder schade wie wenig wir eigentlich wissen. 

 Juan

In La Paz habe ich dann noch Juan getroffen, ein lieber Psychologe, der ein Jahr auf Au Pair in Deutschland war und wir haben noch die Zeit miteinander verbracht bis meine Flota (Bus) nach Potosi abfuhr. 

Im Bus hab ich mir dann eimal ordentlich einen abgefroren und am nächsten Tag in Potosi hat mich dann kurzfristig die Höhe erwischt gehabt. aber mitterlweile hab ich mich auch an das wieder gewöhnt und ich düse wie gewohnt durch die Straßen und überhole alle Bolivianer ;-) denn die haben es nur eilig wenn sie im Auto sitzen. 

 

Seit meiner Rückkehr bin ich wahnsinnig fleißig am Arbeiten. Hans (Chef von Intersol) war 3 Tage zu Besuch in Potosi und der Arme wurde von einem Termin zum nächsten geschleppt (und wir mit ;-)) aber Näheres dazu auf musol.blogr.com - mit ganz vielen Fotos von seinem Besuch. Ich habe mich sehr gefreutund es war auch recht lehrreich für mich.

Sonst geht es in der Arbeit sehr gut. ich habe auf die Musol - Seite viele viele Fotos geladen, denn viel passiert im Moment bei uns. Schaut unbedingt vorbei!

 dos abuelitos en tarapaya

Wenn ich dann einmal zwischen all der Arbeit doch mal ein wenig Zeit finde (und nicht unbedingt Haus putzen, Wäsche waschen oder sonst was machen muß), dann ging es jetzt immer wieder aber zu den Thermalquellen. einmal mit Isaac nach tarapaya, ein Sonntagsausflug für die Großeltern (abuelitos). Das sind wir nämlich manchmal hier im Vergleich zu den anderen ;-) kochendes Thermalwasser

Oder nach Chaqui, wo das Thermalwasser teilweise kocht,... aber sehr entspannend war es.

DaDSC00765 [800x600]nach sind wir dann noch zu Ali um Christians Pizza zu genießen, so ein Thermennachmittag macht schon schwer hungrig und wir haben uns die Bäuche vollgeschlagen.

 

Benjas Bild

Außerdem war ich zu einer Ausstellung von Benjamin eingeladen, wo man mit Cocktailkleidung kommen hat müssen. ;-) Nun zu meinem Problem, ich habe hier in Bolivien natürlich keine Cocktailkleidung und so sind die zwei Gringitas, Ali und ich, schwer improvisiert zu der höchst feinen Vernissage erschienen - und das wo man doch immer sagt, dass wir ach soviel geld haben ;-) War irgendwie witzig. 

 

Sonst passiert nicht vieles, da ich eben wie gesagt viel arbeite. wenn ihr aber unter Musol nachschaut, erfahrt ihr mehr von der Arbeit die ich im Moment mache. Neue Spendenauflisung folgt auch wieder. 

 feliz y contenta

Ich hoffe sonst geht  es allen gut und ihr vergißt mich nicht. 

                               ich umarme Euch 

                                Alles Liebe Dina 

 

P.S. eines muß noch gesagt werden: die Wahlergebnisse schockieren mich. Was ist da passiert?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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die letzten tage

Hoffentlich hört ihr jetzt wieder regelmäßiger von mir. Nach all den Aufregungen funktioniert jetzt hoffentlich einmal alles,... aber wir wollen es ja mal nicht verschreien. Meine kleine Reise zur Grenze ist nun auch vorbei und ich sitze wieder glücklich, wenn auch schwer verkuehlt in meinem Zimmer in Potosí. La Paz von oben

Nachdem ich in La Paz Zwischenstop gemacht hatte um mir eine neue Kamera zu kaufen (die jetzt übrigens ROSA ist – ja Mädels!), ging es weiter nach Desaquadero der Grenzstadt zu Peru udn von dort aus weiter nach Copacabana. Also die Grenzüberschreitung war jetzt nicht sonderlich aufregend, außer dass ich meine Tasche ziemlich viel durch die Gegend gecshleppt habe und 1,5 Stunden in einem Minibus durch die Gegend gekurvt bin, bis ich wieder an der Bolivianischen Grenze angelangt bin. Dort haben sie mich mit weniger freundlichen Armen empfangen un dich mußte mich rechtfertigen warum ich dieses Land nochmal betreten möchte (ohne zu erwähnen, dass eigentlich hier arbeite, denn das kostet ein Heiden Geld). Naja im Endeffekt hab eich nur ein Visum für 30 Tage bekommen und muß zur Migration wandern um es auf 90 tage umzuändern,... mühsam aber sonst wären wir ja nicht in Bolivien.

Sonnenuntergang über Copacabana

Zurück zu Copacabana eine Stadt direkt am Lago Titicaca. Normalerweise sehr ruhig, doch ich kam gerade zu einer der größten Fiestas des Jahres wo alles voll mit Touristen ist. Ich konnte noch einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen und hab mir dann ein Zimmer mit einem ziemlich schrägen aber netten Deutschen geteilt, der 13 Jahre in Copacabana gelebt hatte.

Copacabana am Morgen

Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr in der Früh auf zur Isla del Sol, wo ich endlich ein wenig zur Ruhe kommen konnte, nachdem ich erfolgreich, wenn auch unbeabsichtigt, mein Handy im Lago versenkt hatte. Der Norden der Insel ist eine kleine Oase und strahlt viel Kraft und Ruhe aus. Der Legende nach wurden auch die ersten Inkas dort „geboren“ bzw. Geschaffen. Die Insel ist eine heilige Insel und ist seit der Zeit Tiwanacus ein wichtiger Ort.Isla del Sol
Es gibt auch eine versunkene Stadt im Lago in der Nähe des nördlichen Teils,... wahnsinnig gerne hätte ich diese betaucht, doch leider ist das nicht möglich und so mußte ich mich mit Fotos zufriedengeben. Habe mich dann einen ganzen Nachmittag zwischen Inkaruinen und Gestein herumgetrieben um dann den Tag am Strand ausklingen zu lassen. Der Lago Titicaca ist unglaubloich schön und war einfach eine willkommene Abwechslung zum eher Sandfarbenen Potosi. Sonnenaufgang Isla del Sol II

Am nächsten Tag habe ich dann den Sonnenaufgang bewundert und bin dann vom Norden in den Süden gewandert um dann von dort aus wieder zurück nach Copacabana zu fahren. Dort war ich dann ein wenig nervös, da es weiterhin Strassenblockaden gab und es auch zu massiveren Ausschreitungen gekommen ist. Im Bus lernte ich dann Juan kennen, ein Bolivianer der ein Jahr in Deutschland als Au pair war und zufälligerweise auch Psychologie studiert. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und so konnte ich meine Sorgen teilen und die Welt sah schon wieder rosiger aus. Am selben Tag war es leider nicht möglich nach Potosi zurück zu kehren und somit mußte ich den bolivianischen Nationalfeiertag in La Paz verbringen. Die ganze Stadt hatte sich für die großen Militär und ich weiß nicht was noch für Umzüge herausgeputzt, während ich verzweifelt auf der Suche nach offenen Museen war ;-) Eines hat meine verzweifelten Rufe dann doch gehört und ich konnte Kunst bolivianischer Künstler bewundern. Besonders gefallen haben mir dabei Bilder von Medina, hunanca und Antezana. Danach hab ich noch in den Souvenirläden vorbeigeschaut und mir danach eine äußerst leckere Lasagne gegönnt, dass das bekommt man in Potosi kaum. Danach ging es auf nach Potosi wo ich glücklich und mit Eisfüßen (da es im Bus keine Heizung gab, ankam).

Schnee in Potosi

Die letzten Tage in Potosi habe ich dann erkältet eher ruhig verbracht. Isaac war aus Sucre zu besuch und wir hatten viel Spaß, Gonzalo (er hat eine Zeit lang in unserem Haus gewohnt) war auch zu Besuch und ein paar andere auch noch. Nachdem ja dieses Wochenende Referendum in Bolivien war, in welchem beschlossen wurde, ob der derzeitige Präsident Evo Morales bleiben soll oder nicht, waren alle Lokale geschlossen und es wurde auch kaum Alkohol verkauft, damit alle nüchtern zur Wahl erscheinen. In Bolivien ist Wahlpflicht, was bedeutet dass man wählen gehen muß! Wenn man nicht geht, kann man gewisse Services nicht in Anspruch nehmen, da man dann seien Bestätigungskarte herzeigen muß, dass man wählen war. Gestern hat dann Evo Morales mit einer ganz schönen Mehrheit (über 70%) gewonnen und wird somit weiterhin Präsident des landes bleiben. Schauen wir einmal wohin das führen wird. Hoffen wir da s Beste.

In diesem Sinne, Alles Liebe und bis Bald

Dina alias Hexe Rotnase

La Bruja (Hexe Rotnase)

 

 

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NACH LANGER ZEIT

lasse ich wieder etwas von mir hören. Es gebe soviel zu berichten, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll.

Also zu Anfang mal, mir geht es gut. Im Moment bin ich gerade sehr müde, aber sonst läuft alles Bestens. Ich hab eviel zu tun, auch wenn viel von meiner Arbeit nicht unbedingt Psychologische Arbeit ist. Es ist nur aus verschiedenen Gründne nicht anders machbar. Die Organsiation ist einfach viel zu klein, für die Menge an Leuten die unterstützt werden. AUßerdem sind die Menschen hier nicht daran gewöhnt, dass jemand nur hier ist um ihnen und ihren Problemen zuzuhören. Schön langsam habe ich jedoch dass Gefühl, dass es einige der Frauen doch annehmen, sie Vertrauen in mich haben. Mit den Kindern ist es ein wenig leichter, die haben weniger Scheu dieses Angebot wahrzunehmen.

La Paz

Wir waren ja auch in La Paz um Bücher für die Bibliothek einzukaufen, die druch Spendengeldern von Johannas Eltern finanziert wurde. Auf unserer Rückkfahrt ist dann unser Bus ein wenig kaputtgegangen und wir haben 6 Stunden in einem kaputten Bus verbracht um auf unsere "Rettung" zu warten (ein anderer Bus) da wir niemals mit all den Büchern nur einen Schritt zu Fuß gehen hätten können. Danach waren wir mit ein paar Frauen im Spital in Sucre um sie bezüglich Gebärmutterkrebs und Brustkrebs untersuchen zu lassen. (Gebärmutterkrebs - bzw. probleme sind hier aufgrund der vielen Geburten, schweren Arbeitsverhältnisse und Klimabedingt sehr häufig)

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Mit dem Brillenprojekt kommen wir gut voran und mittlerweile können sich schon viele der Kinder "quatro ojos" rufen lassen. ;-)

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Viele tragen trotz allem ihre Brille mit großem Stolz und manche würden am liebsten damit schlafen.

 

Vor zwei Wochen war dann die große Abschiedsfeier (von Musol) für Kathi, Franzi und Johanna, wobei Franzi leider krank war. Da haben wir es kurz mit den Frauen ein wenig krachen lassen. Außerdem sind Nina und Thomas angekommen, die letztes Jahr die 2te Guaderia unserer Organisation ins Leben gerufen haben. Also gab es einiges zu feiern. Wir haben alle heftig das Tanzbein zu tadiioneller Musik geschwungen. Es war ein gelungener Abend gemeinsam mit den Frauen.DSC03839 [640x480]

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Mittlerweile bin ich gemeinsam mit meiner Mitbeohnerin alleine in Potosi und die Maedels sind abgereist. Aber halt so ganz stimmt das ja auch nicht, denn ich befinde mich gerade auf Reise um mein Visa zu erneuern. aber dazu spaeter.

Wenn ihr mehr von meiner Arbeit und dem ganzen Projekt

erfahren wollt dann schaut bitte auf musol.blogr.com nach. Ab sofort findet ihr dort alle Infos, da ich privat und beruflich ein wenig trennen möchte.

Es fehlen jedoch noch einige Aktualisationen und leider auch Fotos, da sie mir bei der privaten Verabschiedungsparty in unserem eigenen Haus die Kamera gestohlen haben. Das ist nun 2 Wochen her. Heute habe ich mich in La Paz auf die Suche nach einer neuen Kamera gemacht und habe auch eine gefunden, ich hoffe dass es eine schlaue Entscheidung war. Auf jeden Fall kann ich jetzt wieder Fotos machen.

Vor ca. 3 Wochen waren Lukas und Rapha zu Besuch bei uns in Potosí. Das hat mich riesig gefreut, auch wenn wir viel zu wenig Zeit hatten. Gemeinsam bestiegen wir den Cerro Rico - bis zur Spitze und waren somit auf knappen 5000 Hoehenmeter. Mehr Fotos gibt es im Fotoalbum!

Potosí von ganz oben

 

Heute um 5 Uhr in der Frueh bin ich von Cocha nach La Paz gefahren und ich habe mir heute Abend den absoluten Luxus gegoennt und war Sushi Essen, dass war der Wahnsinn! Und am Nebentisch Japaner, die immer wieder Spanische Worte in ihre Sprache einfliessen haben lassen. - Ach Cordi, Reslmaus - ich hab euch so vor mich gehabt, wie Cordi die Ahhhhs und Ohhhhs der Japaner nach macht, Resl dazu kichert - das war meine Highlight.

 

Im Moment ist es in Bolivien recht konfliktreich. Es vergeht kaum eine Woche wo nicht irgendeine Gruppe streikt, es gibt laufend Demonstrationen und Strassenblockaden. Ich hoffe daher dass meine Reise weiterhin recht ruhig verlaeuft, auch wenn ich auf meinem Weg nach Chocha schon einen Umweg von 1,5h machen musste und unser Bus am halben Weg keinen Sprit mehr hatte. Willkommen in Blivien. Mittlerweile merke ich, dass ich mich schon sehr angepasst habe, da ich das mit stoischer Ruhe ertrage und ich mich auch schon gar nicht mehr wundere.

Morgen geht es dann auf an die peruianische Grenze und dann Largo Titicaca und Copacabana. Auf das freu ich mich schon. ich habe ein paar bewegte Tage und anstrengende Wochen hinter mir und freu mich auf ein wenig Ruhe.

Ach es gebe soooo viel zu erzaehlen, dass der mr. Propper hier mr. músculo heisst, dass es hier so gut wie keine Plakatwerbung gibt und die meiste Werbung aufgemalt ist. Dass es hier in La PAz verdammt europaeisch ist im Vergleich zu Potosí und ich in Cocha endlich mal wieder Salsa tanzen war. Ich habe meine Familie gesehen und die neuen Voluntarios kennengelernt, die Ende August nach Potosí kommen werden. Dass ich mich jetzt hier voll zu Hause fuehl und meien Tage mehr als ausgefuellt sind, dass es mir wie immer hinten und vorne an Zeit fehlt.....

ich glaube jedoch dass ich mit meinem Bericht nach meiner Reise fortsetzten werde und jetzt einmal etwas geschafft in mein Bettfallen werde.

Bis dahin drueck ich euch fest. Alles Liebe dina

Das Altiplano bei Sonnenuntergang

 

 

 

 

 

 

 

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Neuigkeiten der Spendenaktion und LEIDER

ist alles im Moment ein bisschen gebremst und nicht ganz so optimal. Deswegen nur ein kleiner Kurzbericht.

Im Moment bin ich gerade nicht eben von Glueck gesegnet. Alles hat damit angefangen, dass Birgit haette kommen sollen. Wir waeren gemeinsam zum Salar de Uyuni gefahren und haetten dort 3 wundervolle Tage verbracht. Aber leider hat american airways uns einen groeberen Strich durch die Rechnung gemacht und so flog Birgit statt nach La Paz wieder nach Wien Weinen

also bin ich mit Franzi alleine gefahren. Uyuni war wunderschoen und ich hoffe euch da noch einen Bericht nachreichen zu koennen. DENN als ich von Uyuni zurueckkam, hat dann mein Laptop, welchen ich vor meiner Abreise noch extra gekauft hatte, beschlossen einen ziemlich heftiges Problem zu haben, welches bis heute nichtgeloest ist. Das hat mich natuerlich schwer unrund gemacht, da es hier kaum Leute gibt die sich mit Pc wirklich gut auskennen. Nun gut ich habe zwar jemanden gefunden der mir helfen kann, doch dauert es, wie alles hier in Bolivien, seine Zeit. Mittlerweile brauche ich jedoch meinen Computer schon ziemlich dringend, da ich vielleicht - aber nur vielleicht auf einen Kongress fahren werde und fuer die Spendenaktion eine eigene Seite gestalten moechte. So eine bitte an alle: es haben einige Leute gespendet die ich nicht persoenlich kenne. bitte, sobald ich eine eigene Seite dafuer gemacht habe, sagt es an alle weiter. Danke. So weiter im Text. Nachdem ich dann mit weiteren kleineren und groesseren Problemen mit meinen technischen Utensilien und Siutationen in Bolivien konfrontiert war, war ich ein wenig mit wehmuetigen Gedanken an unser schoenes land erfuellt, in welchem viele Dinge so leicht zu loesen sind, die hier einfach unueberwindbar erscheinen. Ich dachte schon meine Pechstraehne sei beendet bis sie mir am Samstag meine Handtasche gestohlen haben und ich mein heiliges Woerterbuch, mein Handy und meine Schluessel verloren habe. Aber zum Glueck nicht mehr und so hatte ich doch Glueck im Unglueck. Ich hoffe zumindest, dass das jetzt einmal alles war und ich mich wieder voll und ganz auf meine Arbeit konzentrieren kann. Im Moment gibt es naemlich leider auch massive Strassenblockaden im ganzen Land und wir koennen Potosí so gut wie nicht verlassen. Dabei muessen wir mit einigen Frauen ins Spital fahren, da viele massive Probleme mit ihrer Gebaermutter haben. und wir richten eine Bibliothek fuer die Jugendlichen ein, da die meisten nicht ueber ausreichend Buecher verfuegen. Dazu muessen wir aber nach La Paz fahren. Dies ist aber im Moment leider nicht moeglich. Sehr bloed.

Was haben wir sonst noch gemacht. Am Muttertag haben wir fuer 80 Witwen gross aufgekocht. Gulasch mit Nockerl, Kasnocken und Kaiserschmarren mit Apfelkompot. Wir haben 12 h gekocht und danach noch aufgeraeumt. Wir waren total fertig, den Frauen hat es aber geschmeckt. Ich habe auch schon das erste Spendengeld verwendet. Vor ca. 3 Wochen ist wiedereinmal ein Minero verstorben und seine Familie ist unglaublich arm. Sie haben nicht einmal etwas zu essen. sie leben direkt am Cerro Rico wo es noch einmal kaelter und rauher ist als in der Stadt direkt. Wir haben mittlerweile in der Nacht -10 Grad und die Kinder schlafen auf einem Tierfell am BODEN und haben nicht einmal ein Bett. Das war glaub ich bis jetzt die aermste Familie die ich besucht habe. Mit den fast taeglich steigenden Lebensmittelpreisen (dank Inflation, Politik und Blockaden) koennen sie sich nicht einmal Grundnahrungsmittel leisten. Darum haben wir mal einen ganzen Schub Fideo (Nudeln), Reis, Gemuese und andere Lebensmittel eingekauft. Sind zwar keine Brillen, aber nachdem die Aktion dank eurer Hilfe so unglaublich erfolgreich ist versuche ich auch an anderen Ecken und Enden zu helfen. Vorallem was die medizinische Versorgung betrifft.

Ich moechte mich jetzt schon einmal zwischenzeitlich bei allen GANZ HERZLICH bedanken. Es ist fuer mich persoenlich unglaublich zu sehen, wieviel Unterstuetzung wir erhalten. Ich haette mir das nie ertraeumen lassen. Mehr Dankessagungen dann auf der neuen Seite. bitte sagt nur allen Spendern, dass sie sich bitte per mail bei mir melden sollen dina.weindl@gmx.at. habe auch ein paar Spenden bekommen wo ich per onlinebanking nicht sagen kann wer es war.

so jetzt muss ich aber in mein warmes Bett

fuehlt euch umarmt. jeder einzelne fehlt

mir ganz schrecklich.

DSC03382 (Small)

Dina

 

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Gegensätze

Ich habe lange mit meinem Bericht warten lassen. Dafür gibt es mehrere Gründe.
1. Die Spendenaktion ist unglaublich erfolgreich und ich bin schwer damit beschäftigt Emails zu beantworten.
2. Letzte Woche war ich in Chile um mein Visum zu erneuern
3. Arbeite ich mittlerweile ziemlich viel und meine Zeit ist recht beschränkt.

Hier in Potosí ist mittlerweile der Winter eingekehrt, es wird zwar noch schlimmer aber es ist in den Häusern schon unglaublich kalt und manchmal frage ich mich wie ich das wohl überleben werde. ;-) Und jeden Tag bin ich mit großer Bewunderung erfüllt, für all die Frauen und Kinder, die die Kälte ohne ein Murren Tag für Tag ertragen. (da ja ihre Häuser wesentlich kälter sind als unseres).
Nun kurz zu meiner Spendenaktion: Ich habe mittlerweile schon über 1500€, danke einiger Spender, die sich als äußerst großzügig erwiesen haben. Liste mit Spendern Endsumme und für was wir dann alles das Geld ausgegeben haben, kommt dann im Laufe der Zeit. Ich würde euch dabei um etwas Geduld bitten, da hier in Bolivien alles um einiges langsamer geht und alles nur sehr langsam ins laufen kommt. Die die mich aber gut kennen, wissen wohl, dass wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dass das auch passiert. Für meine lieben Arbeitskollegen: auch hier trägt meine Arbeit schon Früchte, wir haben neue Listen ;-) und dreimal dürft ihr raten was ich jetzt nebenbei gemacht habe - die Finanzen der 2 Kindertagesheime ;-)
Diese Woche habe ich mit meinen eigenen “Stunden” begonnen. Zusätzlich besuche ich weiterhin die Häuser der Witwen und Guardas um ein noch ein besseres Gefühl für das leben hier und die Schwierigkeiten zu bekommen. Manchmal fällt es schwer Worte des Trostes zu finden, wenn man sieht, dass diese Menschen einfach nichts haben und kein Ausweg weit und breit sichtbar ist. Musol leistet dabei mit wenigen Mitteln unglaubliche Arbeit, doch auch wenn wir von Euch und anderen in Österreich unterstützt werden, können wir nicht alle Probleme dieser Familien lösen. Prioritäten müssen gesetzt werden, was natürlich nicht einfach fällt.
Außerdem gewinnen die Frauen langsam Vertrauen und ich erfahre jeden Tag wieder eine tragische Geschichte. Letzte Woche ist bei einem Minenunfal lein 14jähriger Junge gestorben. Ich habe ihn nicht gekannt, doch allein die Tatsache dass ein 14jähriges Kind seinen Tod in der Mine findet ist meiner Ansicht nach ausreichend. Die finanzielle Lage vieler Familien ist einfach nicht fassbar, so wenig verdienen sie. Manchmal frage ich mich wie sie es schaffen zu überleben. Noch dazu steigen quasi jede Woche die lebensmittelpreise in Bolivien, sodass sich mittlerweile einige Familien nicht einmal mehr Brot leisten können. Ich hoffe nur, dass die Inflation in diesem Land bald langsamer Tritt sonst wage ich mir nicht vorzustellen, was dies für viele Familien bedeutet.
Drum möchte ich euch an dieser Stelle noch einmal herzlich für Eure Unterstützung danken. Ich weiß im Moment ist an vielen Stellen dieser Welt sehr groß. Viele größere und kleinere Katastrophen sind passiert. Darum fühle ich mich besonders geehrt, dass ihr gerade unser Projekt unterstützt.
In Bolivien ist am 27.5. Muttertag und da werdeb wir Gringitas dann für alle Witwen österr. kochen. Auf das freu ich mich schon sehr. Wird bestimmt lustig. Machen Gulasch, Kaiserschmarren und Kasspatzen.

Nun aber ein kleiner Themenwechsel: Ich war in Chile. Zwar nicht für lange Zeit, aber es war doch ein super Trip und ich habe wahnsinnig schöne Sachen gesehen. Vorallem aber hatte ich zumindest einen Tag das MEER!!!
Wir sind letzte Woche von Potosí aus, auf nach Oruru um uns dort mit Raphael und Franz zu treffen. 20080507 Chile 0368 [640x480]

In der Früh hatten wir noch kurz Zeit die Stadt von oben zu bewundern und dann ging e smit dem Bus ab nach Arica.20080507 Chile 0369 [640x480]

 

Zu Raphels großer Freude gab es sogar Essen im Bus und der Tag war gerettet. 20080507 Chile 0381 [640x480]

 

Nachdem wir eien unglaublich schöne Fahrt nach Chile hinter uns hatten, und wir Franz fast an der Chilenischen Grenze an die Grenzpolizei verloren hätten (Franz ist nämlich unter die Schmuggler gegangen und wollte 3 Äpfel von Bolivien nach Chile schmuggeln) kamen wir um ca. 22:00 in Arica an.20080507 Chile 0440 [640x480]

 

Nachdem wir in einem unglaublich netten Hostal “Sunny Days” Unterschlupf gefunden hatten, machten wir uns gleich auf um das Meer zu bewundern. 20080508 Chile 0279 [640x480]

 

Es war so schön Sand ziwschen den Zehen zu spüren

20080508 Chile 0355 [640x480]und diese unglaubliche Luft zu atmen. Außerdem besuchten wir einen richtigen Supermarkt, wo wir unseren ersten Kulturschock bekommen hatten. Kein Markt wo man von Stand zu Stand geht und schaut wo sie den niedrigsten Gringitapreis machen, nein sondern ein Haus wo man alles auf einmal bekommt. Beim Frühstück dann der nächste Schock: ein Frühstück wie man es sich nur erträumen kann, und Ross der Hostalbesitzer hat uns quasi jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Wir sind 2 Stunden beim Frühstück gesessen und haben einfach nur genossen. 20080508 Chile 0321 [640x480]

 

Auch wenn uns in Bolivien wirklich an NICHTS fehlt und sich keiner Sorgen machen muss, dass ich möglicherweise unterernährt sein könnte, aber gerade in Potosí sind einfach ein paar Dinge nicht selbstverständlich und ich habe wieder gemerkt, an was für ein Leben wir in Wirklichkeit gewöhnt sind.
Frisch gestärkt sind wir dann einmal auf einen Aussichtspunkt in Arica (El Morron) und haben von oben den Blick aufs Meer bewundert und danach sind wir ab zum Strand. Leider ist das Meer im Moment nicht gerade sehr warm und auch die Außentemperaturen waren mäßig. Es hat aber gereicht um am Strand herumzuliegen und Yoga zu machen. Außerdem konnte ich voll viele Pelikane bewundern und das war echt total spannend zu beobachten. 20080508 Chile 0096 [640x480]

Leider war unser Aufenthalt in Arica nur sehr kurz und schon am Abend ging es weiter nach San Pedro, in der Atacama Wüste. Am nächsten tag am Morgen kamen wir dann (nach vielen Stunden Busfahrt und 2 halbherzigen Kontrollen der Chilenischen Polizei, mitten in der Nacht) in San Pedro an. Franzi und Franz überkam dabei ganz große Müdigkeit ;-)20080509 Chile 0220 [640x480]

Dort trafen wir in unserem Hotel ganz zufällig Kathi, Lukas, Flo und Claudia. Zu Acht machten wir uns dann mit Rädern auf zur Valle de la Muerte. Über Stock und über Stein, und einigen kleinen Umwegen, kamen wir dann auch wirklich dort an und ließen uns den Sand in die Ohren blasen, und nahmen eine Sanddüne in Besitz. 20080509 Chile 0261 [640x480]

Die anderen zogen am Abend weiter und wir nahmen am nächsten Tag bei einer Tour durch die Atacamawüste teil. Dies war unglaublich schön. Waren bei Lagunen im Salar Atacama, wo Flamingos zu finden sind, und das Wasser unterirdisch an die Oberfläche gedrückt wird. Davor waren wir bei einer kleinen Oase, Toconao, mitten in der Wüste, wo ein Fluß durchfließt und Früchte angebaut werden etc. 20080510 Chile 0107 [640x480]

 

Dann ging es ab zu einem unglaublich schönen Ort, die Lagunen Altiplaniques. Zwei riesengroße Lagunen in mitten von Vulkanen.

 

20080510 Chile 0155 [640x480]Dies war ziemlich beeindruckend und sehr kalt, da diese Lagunen auf über 4000m liegen. Da San Pedro landschaftlich einfach wahnsinnig viel zu bieten hat, auch wenn der Ort SEHR touristisch ist und die Preise unverschämt teuer, blieben wir noch eine Nacht um am nächsten Tag gemütlich mit dem Rad zur Valle de la Luna zu fahren, wo sich uns ein unglaubliches Schauspiel bot.Valle de la Luna

Ich habe versucht mit der Kamera ein paar Eindrücke einzufangen, weiß aber nicht ob es mir wirklich gelungen ist. Wir sind dann im Sonnenuntergang zurück nach San Pedro und haben dann noch bei offenen Feuer zu Abend gegessen (was mir persönlich besonders gefallen hat, da es dies in Bolivien eigentlich so gut wie gar nicht gibt). 20080511 Chile 0095 [640x480]

Dann hieß es Abschiednehmen und es ging wieder zurück Richtung Bolivien, mit einer Übernachtung in Calama. Am nächsten Tag hieß es, die Grenze überqueren. Das war die schrägste Grenzüberquerung die ich jemals gemacht habe. Wir sind mit einem Bus, welcher bis oben voll gestopft war, mit Second Hand Mode und lauter Sachen die man in Bolivien nicht kaufen kann, bis zur Grenze gefahren. Davor bot sich uns ein unglaubliches Schauspiel, da ja all diese Sachen in unseren klapprigen Bus hinein mußten.20080512 Chile 0018 [640x480]

Alle haben ihre Sachen verteidigt wie Löwen, und wir hatten Glück unseren kleinen Rucksack zwischen all den vielen Sachen noch unterzubringen. Raphael wurde permanent von einer Frau mit blauer Riesenunterhose verfolgt ;-) - aber sonst verlief alles Bestens.
In Niemandsland muten wir dann von einem Chilenischen Bus in einen Bolivianischen Bus wechseln und der Kampf um die Verstauung aller Sachen ging von Neuem los. Außerdem mussten sie die unglaublich vielen Sachen von Bus zu Bus schleppen. Unglaublich wieder einmal und zeigt wieder einmal wie “zack” die Bolivianer sind. Ich hätte wohl schon den Hut drauf gehaut. Aber diese Sachen verkaufen sich gut hier in Bolivien und ich bin mir sicher ich werde einige dieser importierten Güter auf der Feria wieder finden.
Die restliche Fahrt verlief ruhig und in Uyuni mußte sich die Reisegesellschaft wohl oder übel auflösen. Franzi und ich machten uns auf den Weg zurück nach Potosí- 6 Stunden Busfahrt über eine holprige Strasse und Eiseskälte im Bus. Was mich jedoch dabei am meisten fasziniert hat war, dass diese ganzen 6 Stunden einige Bolivianer im Bus GESTANDEN oder am Boden gesessen haben!!! Wahnsinn.
Tja und so nahm dann unser Trip sein Ende. Schade, denn ich hätte es bestimmt noch ein Weilchen ausgehalten.
Aber alles hat sein Ende und zurück in Potosí holt mich eh die Arbeit wieder ein. Darum werde ich meinen Bericht jetzt wohl zu Ende bringen.
Nächste Woche kommt mich Birgit besuchen und wir fahren zu dem Salar de Uyuni - eines der Must see in Südamerika. Davon werde ich euch wohl wieder neue Bilder liefern. Bis dahin werde ich brav arbeiten und versuchen das Brillenprojekt voranzutreiben.
Ich drücke euch alle.
Alles Liebe Dina

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WIR HABEN EINE WOHNUNG

Endlich finde ich nun Zeit wieder einmal einen Bericht zu schreiben. Aber die letzten Tage waren auch sehr aufregend. Wir haben nämlich nun endlich eine fixe Bleibe. Und schön ist sie obendrein. Das lange Warten hat sich ausgezahlt. Von meinem Kellerabteil im Hotel das war mein Hostelzimmer(was jetzt nicht schlecht war aber doch etwas karg und nicht so gemütlich) jetzt endlich in ein eigenes Heim. Wir bewohnen den mittleren Stock eines dreistöckigen Hauses. Das Haus gehört der Mutter eines Psychologen, den wir zufälligerweise kennen gelernt haben. Isaac ist ein netter junger Kollege der mit 26 schon auf der Uni unterrichtet und für mich ein Glücksfall ist, da ich zu kollegialem Austausch kommen werde. Außerdem benötige ich Literatur, bei der er mir seine Hilfe zugesagt hat. Und sobald wieder ein Psychologentreffen in Sucre stattfindet wird er mir auch bescheid geben. Juchu! Auf das freue ich mich. Jetzt muss ich nur noch mein Spanisch verbessern ;-)mein Zimmer III

Aber zurück zu unserem Haus. Also in diesem Stock gibt es für jeden ein Zimmer, welche wir durch losen verteilt haben. Kathi hat das “Fliesenzimmer”, da es das einzige Zimmer ist, welches einen Fließenboden hat, dafür hat sie ab zu Mittag den vollen Sonnenschein und Blick auf unseren schönen Garten. Franzi bewohnt das Puppenzimmer, das kleinste Zimmer, aber sehr gemütlich und mit Heizung. Hanna, eine deutsche Voluntarin und unsere vierte Mitbewohnerin (sie bleibt auch bis November) hat das “Aprikotzimmer”, da eine Wand in dieser Farbe gestrichen ist. Ihr Zimmer ist wahrscheinlich das schönste, da sie fast den ganzen Tag Sonne hat und auch Blick auf den Garten. Mein Los hat mir das größte Zimmer gebracht, mit dem größten Bett, aber somit auch das Zimmer welches am schnellsten auskühlt. DOCH tara! Ich habe eine kleine Heizung und mit der lebt es sich sehr gut. Ich habe einen Mördereinbaukasten in meinem Zimmer stehen, von dem jetzt genau 1/6 mit meinem Gewand gefüllt ist ;-) Wir haben es uns am Wochenende in unseren Zimmern recht wohnlich gemacht, waren auf der Feria (Markt) einkaufen und mittlerweile fühlen wir uns alle recht wohl. Ach ja und dann haben wir noch ein Wohnzimmer! Die Küche ist einen Stock tiefer, und nicht zu vergessen unser schöner Garten. Einer der wenig grünen Flecken hierin Potosi - ein Augenschmaus für unsereins.unser Garten

 

Nachdem wir dann am Freitag in einer Hauruck-Aktion mit Sack und Pack angerückt sind, konnte das Haus nicht mehr auf alles gecheckt werden. So leben wir im Moment noch, nur mit Wasser am Vormittag, ab zu Mittag muß man kreativ werden was Zähne putzen und andere Bedürfnisse betrifft, aber irgendwo in den Leitungen finden sich doch auch noch immer ein paar Tropfen ;-) Unser Türschloss funktioniert auch noch nicht so recht, aber zum Glück haben wir ja noch ein Tor. Bei unseren Fenstern zieht es hinein wie bei einem Vogelhäuserl, ABER wir werden das alles irgendwie lösen. Denn e säst einfach super! Ich habe heute zum ersten Mal Yoga gemacht hier auf 4000m und es war echt fein, hier in meinem Zimmer muß ich euch sagen. Potosí ist bestimmt kein einfaches Pflaster, aber schön langsam beginne ich mich hier wohlzufühlen. Man gewöhnt sich wohl daran, dass man die meiste Zeit kalte Füsse hat und wenn man dann in die Sonne kommt, einem halb der Schlag trifft weil es so heiß ist ;-)Blick auf Potosí

 

Ich habe in den letzten Tagen, gemeinsam mit Johanna (eine andere Voluntarin von Intersol) einige Witwen besucht und habe so die Möglichkeit gehabt einiges von Potosí zu sehen und vor allem auch Einblick zu bekommen wie es den ganzen Frauen geht. Die Familien leben meist in einem kleinen Zimmer und schlafen teilweise zu 10 in 2-3 Betten. Von den hygienischen Bedingungen brauche ich wohl nicht zu berichten. Viele haben zum Glück zumindest schon ein Klo und fließendes Wasser, jedoch keine Dusche. Cerro Rico

 

Am Cerro Rico oben (“der” bekannte Berg, da sich in seinem inneren die ganzen Minen befinden) sieht es jedoch mit Klo und fließenden Wasser schon viel trauriger aus daher Gemeinschaftsklos (bestehend aus Löchern im Boden). Die Mütter stehen teilweise um 5 Uhr in der Früh auf, um den Kindern ein Essen vorzubereiten und die Hausarbeit zu erledigen, da sie danach den ganzen Tag arbeiten fahren und wenn sie nach Hause kommen ist zumeist schon Schlafenszeit. Die Kinder schreiben ihre Aufgaben auf einem Stockerl, oder überhaupt während ihrer Arbeit. Außer sie haben das Glück so wie unsere Kinder in einer Cuidaria zu sein. Ich muss sagen, man merkt - zum Glück - einen Unterschied. Bei Nuevas Luces wird den Kindern viel vermittelt. Sie putzen sich nach jeder Mahlzeit die Zähne, werden voll versorgt und einmal in der Woche werden die Haare gewaschen. Sie erhalten Unterstützung bei der Hausaufgabe und verbringen ihre Vor - oder Nachmittage nicht unbeaufsichtigt. Außerdem wird auf ihren Gesundheitszustand geachtet und Musol unterstützt die Mütter auch bei Problemen aller Art. In den letzten Tagen hat eine Ortsansässige Firma ihre Unterstützung bei der allgemeinmedizinischen Versorgung der Kinder zugesagt. Dies ist unglaublich, da natürlich so gut wie keines der Kinder bzw. Mütter versichert ist. Und eine wahnsinnig gute Sache. Außerdem wollen wir die Cuidaria, welche bis jetzt für Kinder von 0 - 12 Jahren geöffnet ist, auch für die 12 - 18 jährigen erweitern. Mit Bibliothek (Bücher sind in Potosí echt Mangelware) und PC. Dazu wurde schon Geld gesammelt, jetzt fehlt nur noch die entsprechende Örtlichkeit, was nicht so leicht zu finden ist.

Lausbub Kevin

Na ja und im Laufe meiner Beobachtungen und den gesprächen mit den Familien bin ich draufgekommen, dass viele der Kinder sehr schlecht sehen. Aufgrund der hohen UV-Strahlung hier, den schlechten Lichtverhältnissen in den Zimmern und der mangelnden medizinischen Versorgung kein Wunder. Das Problem ist nur, dass ein Besuch beim Augenarzt und der Kauf einer Brille für die Familien unerschwinglich ist. Somit wollen nun Kathi, Franzi und ich unsere Bekanntenkreise aktivieren und Euch bitten eine kleine gute Tat zu tätigen. Ich als Maulwurf weiß wie furchtbar es ist nicht ordentlich zu sehen und was das im alltäglichen Leben bedeutet. 1. Werden ganz einfache Dinge einfach zu einem Problem und 2. Ist das Sehen auch für den schulischen Erfolg sehr wichtig. Wie soll ein Kind etwas korrekt von der Tafel abschreiben, wenn es das Geschriebene nicht lesen kann? Und da hier viel aus Abschreiben besteht ist dies natürlich verheerend.

Christian möchte unbedingt aufs FotoMeine Bitte daher an Euch: Es würde schon reichen wenn jeder von Euch 1-2€ spenden würde. Damit könnten wir den Kindern den Arztbesuch und Brillen kaufen.

Vielleicht habt ihr ja auch Freunde oder Bekannte die auch bereit wären, einen € “locker” zu machen. Das wäre echt super und würde uns hier sehr viel weiter helfen. (Ein Arztbesuch kostet ca. 5 €, Brillen geschätzt zwischen 30 und 40€).

Was meint ihr wäre das möglich?

Doch wohin mit dem Geld. Das muss ich mir diese Woche in Ruhe Überlegen und würde euch das nächste Woche mitteilen. Ich hoffe, dass ihr meine Bitte versteht. Ich habe zwar erst angefangen hier zu arbeiten, aber ich kann euch eines sagen, die Kinder sind es voll und ganz wert. Es ist unglaublich wie viel diese Kinder teilweise schon auf ihre wenigen Jahre erlebt haben und wie liebenswert und lebensfroh sie trotz allem sind. Bitte unterstützt uns dabei! Ich versichere Euch auch hiermit, dass das Geld auch wirklich dorthin kommt wo es hinkommen soll. Nämlich direkt zu den Kindern. Und wenn ihr Euch selbst überzeugen wollt, auch kein Problem, ich habe ja jetzt ein großes Zimmer, in das ihr herzlich eingeladen seid ;-)

Diese Woche werde ich noch einige “Wohnungen” der Witwen besuchen und dann fahren wir noch mit einem Jungen nach Sucre, der auf den Kopf geflogen ist und der möglicherweise schwere Schäden davon getragen hat. Es wurde jedoch verabsäumt ihn ordentlich zu untersuchen. Das müssen wir jetzt nachholen.Haltet uns die Daumen, dass es nichts Schlimmeres ist!

Am Wochenende haben wir dann “Reunion”(Zusammentreffen) mit den Witwen, und da werde ich dann auch zum ersten Mal meine “Sprechstunden” anbieten. Wie aufregend!

Das Wochenende heißt es dann ab zur Chilenischen Grenze, da ich ja während meines Aufenthaltes hier, mein Visum 3 mal verlängern muss. Wir werden in einer ganzen Gruppe fahren und das wird bestimmt lustig. UND ich sehe das MEER! JUCHU!!!

Ich könnte jetzt noch einiges mehr schreiben, doch bin ich schon recht müde und werde Euch daher jetzt lassen. Ihr fehlt mir alle sehr und immer wieder betrachte ich meine vielen Fotos, damit ich euch ganz nahe bei mir habe. Ich hoffe es geht allen gut; Urlaube werden genossen, Hochzeitsvorbereitungen laufen, Uli ich hoffe du kugelst noch nicht die Treppen hinunter, Beziehungen laufen hervorragend, Jobs werden gern gemacht usw.

Ich schicke euch ein etwas verstaubtes und frierendes, aber deswegen nicht weniger herzliches Bussi

Seid umarmt

Dina

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Potosí

So meine Lieben, da bin ich wieder. Das erste Mal aus Potosí. Zunächst noch einmal zu meinen letzten Tagen in CBBA, die sehr sonnig und wunderschön waren. Ich habe es dort sehr genossen. Ich habe mit Claudia in ihrer Arbeit Kekse und Schokokuchen für die Kinder gebacken. Beim Kuchen backen

 

Das war sehr lustig und hat mir den ersten Vorgeschmack auf meine Arbeit hier in Potosí geliefert. Ich habe für meine Familie Wiener Schnitzel und Kaiserschmarren gekocht und wurde damit zu neuen Heldin der Familie ;-) Wir haben Claudias Geburtstag gefeiert und ich war sogar noch mal Chinesisch Essen in CBBA. Claudia und ihre Geschenke

 

 

 

 

Dann hab ich mir den ganz normalen Wahnsinn auf der Cancha gegeben, der größte Markt Südamerikas um die letzten Dinge zu besorgen,... Und dann hab ich meinen Koffer fast nicht mehr zubekommen. Der Abschied verlief sehr traurig, und fiel mir auch wirklich schwer. Hätte ruhig noch länger die Schulbank drücken können, mich von meiner Familie umsorgen lassen können und CBBA genießen, auch wenn mir der Sport hier schon sehr abgeht.

Hier in Potosì ist alles anders und auch wenn mir alle gesagt haben, dass es kalt sien wird, so habe ich mir nicht gedacht, dass ich so frieren werde. Im Moment wohne ich in einem Hotelzimmmer, in dem es 13 Grad hat. Also so richtig gemütlich. Das Problem ist einfach hier, dass niemand eine Heizung besitzt und alle Räumlichkeiten wahnsinnig kalt sind. Sobald die Sonne scheint ist es zwar draußen recht warm, in den Häusern aber noch immer superkalt. So gehe ich mittlerweile mit Skiunterwäsche und Wärmeflasche schlafen. Gestern hat mich dann auch noch ein wenig die Höhenkrankheit erwischt und ich lag ziemlich erledigt in meinem kalten Zimmer und hab mich schwer nach Heizung und einer gemütlicheren Umgebung gesehnt. Zum Glück habe ich aber Kathi und Franzi die sich ganz lieb um mich gekümmert haben. Heute ging es dann schon besser. Wir haben Wohnungen besichtigt, doch bis jetzt leider nichts gefunden. Bitte haltet uns die Daumen, dass es bald etwas wird mit unserer Wohnung, da wir uns nichts sehnlicher wünschen, als unsere eigenen 4 Wände, einen Ofen den wir uns kaufen werden und ein wenig Gemütlichkeit, die wir uns schaffen wollen. Über meine Arbeit kann ich noch nicht viel sagen, bis jetzt habe ich nur die Guarderia kennegelernt - eine Mischung aus Kindergarten und Hort.  Am Vormittag kommen die Kinder, die am Nachmittag Schule haben und am Nachmittag umgekehrt. Die kleinen bleiben Ganztags, da die Mütter ja arbeiten gehen. Die Kinder sind echt entzückend, und eigentlich alle zum gern haben. Was ich noch nicht ganz durchschaue ist das Schulsystem hier und es ist manchmal erstaunlich wie brav diese Kinder eigentlich sind. Sie müssen schon so früh Verantwortung übernehmen und dürfen eigentlich so wenig Kind sein, dass es mich schon manchmal ordentlich reißt. Und trotz allem wirken sie auf den ersten Blick alle sehr fröhlich.

Aber mehr als den ersten Blick hab ich noch nicht gesehen. Schauen wir einmal. Es werden sich schon noch da und dort Probleme auftun. Das schmeichelnde ist, dass sie mich hier mehr als ernst nehmen und großen Respekt vor mir haben. Auf der anderen Seite erzeugt das für mich schon auch einen großen Druck. Ich hoffe, dass ihre Erwartungen nicht höher sind, als ich zu leisten im Stande bin. Schauen wir einmal. Bis jetzt hab ich ja nur einen Teil gesehen. Ich war noch gar nicht direkt am Cerro Rico, dem bekannten Berg, gespickt von Minen und das Symbol des Minenbaus. Dort gibt es noch einen Zweiten Hort und dann möchte ich gerne in die Familien gehen um auch mit dem Frauen einen Kontakt zu bekommen, wobei ich diesen Sonntag einige kennen lernen werde.  

Tja politisch tut sich natürlich weiterhin einiges in Bolivien, wobei ich jetzt gerade recht wenig davon mitbekomme, da ich zurzeit keinen TV besitze und auch keine Unterhaltungen mit meiner Familie und den Professorinnen führen kann. Soviel steht fest, am 4.5. Findet das Referendum in Santa Cruz statt. Evo Morales hat nämlich eine Konstution “geschrieben” die einige in diesem land nicht anerkennen wollen, da sie sagen, dass sie illegal ist. Es hätte dazu auch ein Komitee gegeben, jedoch hat dieses nicht geschafft eine neue Konstution auf die Beine zu stellen. Die Meinungen gehen schwer auseinander. Fest steht ist, dass die neue Konstution sehr undurchsichtig ist und es einen anderen Weg geben muß um diese Problematik zu lösen.  Ob sie es schaffen werden, bleibt fraglich. Schauen wir einmal. Ich bin gespannt.  Ich wollte euch noch soviel berichten, vor allem über das Land allgemein, da ich gerade noch in den letzten Wochen ziemlich viel erfahren habe. Ich fürchte jedoch, dass mein Gehirn ein wenig eingefroren ist. CBBA 20080411 0006 (Small) Darum mußt ihr wohl auf den nächsten Bericht warten. Haltet uns die Daumen, dass wir bald eine Wohnung finden und ich hoffe es geht allen gut. Meldet euch doch brav bei mir.

Bussi Dina

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Cumple y Bautizo

So zunächst einmal die Neuigkeiten. Habe jetzt noch 5 tage in CBBA angehängt um mein Spanisch noch zu vertiefen. Ich wurde gerade mit viel Grammatik zugeschüttet und gemeinsam mit den Lehrerinnen hab ich beschlossen einfach noch 1 Woche die Schulbank zu drücken. Ich möchte mich einfach sicherer fühlen und das gelernte nicht gleich wieder vergessen müssen, weil ich es nicht anwenden kann. Dadurch wird mein Aufenthalt zwar ein wenig teurer, aber ich hoffe es rechnet sich.  Das Geburtstag und die Riesentorte So am Wochenende hat sich bei mir wieder einiges getan. Am Freitag war der Geburtstag von Joseph. Er wurde heisse 3 Jahre alt und es gab eine grosse Party für alle Cousins und Cousinen und eine RIESENTORTE. Unser Wohnzimmer wurde zum Partysaal umdekoriert, jeder Sessel bekam einen Spidermanluftbaloon, und sogar auf der Torte war ein Spiderman zu finden. Ihr werdet nämlich nicht erraten auf was Joseph steht. Nämlich auf Spiderman! Genau. einmal in die Torte tunken Der Geburtstag war ganz lieb, auch wenn ich Topfklopfen und andere Spiele schmerzlich vermisst habe. Hierzulande wird vor allem getanzt und schon die kleinen werden auf die Tanzfläche geschliffen und dürfen sich vor der ganzen Verwandtschaft bestaunen lassen ;-) also nichts für schwache Nerven ;-) Am Abend war dann unsere mehr oder weniger fixe Gruppe bei Lukas eingeladen. Wir haben sein neues zu Hause ausführlich bestaunt und bewundert und sind dann zu späterer Stunde in die Stadt vorgerückt und schließlich und endlich im Piementos gelandet, eine kleine Disco die mich schwer an ein Lokal in Österreich erinnert hat, nur weiß ich leider nicht mehr wo ;-) egal,... Dort sind wir dann mehr oder weniger versumpft, Herzen haben sich gefunden, andere hat man (Frau) auf der Strasse schlafend aufgelesen (Wenn es nicht gerade ungefährlich gewesen wäre, wäre es ja “die” Geschichte gewesen) und andere haben sich erst wieder um 8 im Bett gefunden. Ich war ja schon in aller Herrgotts früh munter um bei den Vorbereitungen für die Fiesta und die Taufe zu helfen. Zum Glück hatte ich zu Mittag noch ein wenig Zeit um mich auszurasten. meine Familie Und dann gings los. Mit der gesamten Familie im Taxi (also 5 Erwachsene und 2 Kinder) zur Kirche. Und dann war ich bei der seltsamsten Taufe in meinem Leben. Insgesamt wurden 8 Kinder getauft. Der Pfarrer wirkte auf mich ab und zu ein wenig unorganisiert, als ob der die einzelnen Familien auch einfach nicht kennen würde. Die Messe allein war für mich schon ein wenig anders, weil sie natürlich auf Spanisch war,...und dann noch das Gewusel der ganzen Familien, und meine Aufgabe Fotos zu machen, war schon ein wenig viel ;-) 20080329 0020 (Small) Aber auch das ging vorbei und ich glaube und hoffe, dass ich meiner Familie mit den Fotos eine Freude gemacht habe. ;-) Zu Hause angekommen, wartete dann alles auf die Fiesta Gäste, denn bei der Taufe selber war sicher nur 1/3 der Verwandtschaft anwesend. Zunächst wurden Reden geschwungen und dann gings auch schon los mit dem Tanzen. Zuerst die Taufpaten mit den Eltern des Taufkindes. Mitten im Lied wird die Musik gestoppt und die Pärchen (Taufvater mit Mutter, Taufmutter mit Vater) müssen einen Schnaps mit Limettensaft trinken, dann geht der Tanz weiter. Genau dasselbe macht man dann mit Eltern, Omas, Schwiegereltern usw. Bis dann irgendwann die Tanzfläche für alle freigegeben wurde. Jose und Oma Marucha beim Tanzen Dann durfte die Extranera ( also ich) mit Jose - meinem Gastvater- vor allen Salsa tanzen, Hui hab ich mich da gar nicht beobachtet gefühlt ;-) Dazwischen wurde schon ordentlich zugelangt, Bier, Whiskey und Schnaps, also eigentlich alles Lieblingsgetränke von mir. Mußte mich um 5 Uhr Nachmittags alle 5 Minuten gegen ein Angebotes Getränk erwehren. Ganz konnte ich ihnen jedoch nicht entkommen. ;-) Also sich dann einmal alle warm getanzt hatten, einige zeigten schon die ersten Ermüdungserscheinungen, gab es Essen. Alles von meiner Familie vorbereitet. Essen für 50 Leute,... Schwein, Hendl, Erdäpfel, Süßkartoffel, Ocra, Salat, viel Salsa und zum Essen noch mehr Alk. ;-) Dina beim Pflicht "fresca" = Schnaps Aber ja sie hatten alle viel Spaß und ich glaube einige einen ordentlichen Kater. Als ich nämlich um 3.30 in der Früh nach Hause zurückkehrte waren noch ein paar einzelne Personen anwesend,... Nur di erhaben mein heimkommen gar nicht bemerkt. ;-) Das erstaunliche war, wie schnell am nächsten Tag alles zusammengeräumt war, da da die ganze Familie zusammengeholten hat, dann haben wir noch ein Restlessen veranstaltet und das war so richtig gemütlich,... Habs voll genossen.  Danach hab ich Kathi und Franzi gemeinsam mit Claudia verabschiedet, da die beiden nach Potosi abgezischt sind - aber ich folge ja bald - und Claudia und ich sind noch mal schwimmen gegangen. Super Sonntag, hab auch endlich wieder Zeit für Yoga gefunden, nachdem ich die Tage davor eher unrund war. Leider ist es hier etwas schwierig die Ruhe und die Zeit zu finden,... Aber es wird schon besser und in Potosi dann überhaupt.  Tja in Bolivien tut sich nach wie vor sehr viel. Politisch gibt es eigentlich fast jeden Tag wieder etwas zu berichten. Schön langsam zeichnet sich für mich ein Bild von Evo Morales ab, welches mir nicht besonders gefällt. Leider versteh ich ja noch immer nicht alles, aber es ist einfach offensichtlich, dass er sehr manipultaiv arbeitet, die Jahrzehntelange Unterdrückung der Campesinos zu seinen Gunsten ausnutzt, sie manipuliert und diese sich auch manipulieren lassen, da sie kaum über Bildung Verfügung und alles glauben was man ihnen erzählt. Evo Morales gibt vor, aufgrund von teilweise indigen Wurzeln, pro Indio zu sein, in Wahrheit bekomme ich das Gefühl, dass er ein korrupter Politiker ist wie alle anderen auch. Es wird ihm nachgesagt, eine Cocaplantagen in Kolumbien zu besitzen und genauso ein Oligarch zu sein, wie viele andere auch. Außerdem stellt er die Kokaproduktion vor allem anderen, was aber nicht notwendig ist, da Bolivien gar nicht so viel Koka braucht. Klüger wäre, die restliche Landwirtschaft zu fördern damit man gewisse Dinge nicht importieren muß. Außerdem sollte man doch schauen wie man sein Volk einigt, anstatt es zu spalten. Und mit Aussagen wie, die Chochabambinos essen zu viel, sie sollen weniger essen und weniger Kleidung kaufen, ist auch niemanden geholfen. Was soll das?! Jetzt hat die Regierung eine Aktion gestartet, wo sie in allen Hauhalten die Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen,... Das bezahlt der Staat, gemeinsam mit Venezuela, und die Glühbirnen tauschen Kolumbianer aus!!! Das muss man sich einmal geben,.. Als ob der Stadt Bolivien keine andere Sorgen hätte. Was ist mit den ganzen Strassenkindern, den Frauen die nicht wissen wie sie ihre Kinder ernähren sollen, weil der Mann sie sitzen gelassen hat und mit einer jüngeren abgezischt ist, und es hier aber keine gesetzlichen Regelungen gibt wie Alimente. Oder die vielen kranken Menschen die sich keinen Arzt leisten können, weil einmal zum Arzt gehen in unseren Verhältnissen gerechnet 100 € kostet.  Die vielen Kinder die den ganzen Tag arbeiten gehen um dann noch von 18:00 - 22:00 in die Schule zu gehen. Ja Evo hat auch gute Sachen eingeführt, eben Abendschule, damit die Kinder die arbeiten auch eine Chance auf Bildung haben. Aber betrachtet man es aus unseren Augen ist das der Wahnsinn oder? Diesen Kindern wird unheimlich viel zugemutet, und wundert es einen dann wenn sie auszubrechen versuchen, oder wenn sich Gewalt und Frustration breit macht? So gesehen sind Glühbirnen ein wirklich wichtiges Thema in diesem Land.  Aber ja, auch Mutterschutz kennt dieses Land nicht. Ist man Schwanger kann man bis 4 Wochen vor dem Geburtstermin arbeiten und 2 Monate nach der Geburt auch wieder. Pfu so ein Kind bekommen ist ja was Leichtes. Urlaub? Was ist das? 2 Wochen im Jahr, braucht man sonst frei, hängt es schwer vom Arbeitgeber ab, ob es möglich ist oder nicht. Auch hier gibt es keine Regelung.  Omas die kaum mehr gehen können sitzen am Markt und preisen ihre Ware an, Opas schleppen Orangen und andere Sachen durch die Gegend. Und man darf nicht vergessen, in CBBA geht es den Leuten eigentlich ganz gut,...  Ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Bare ich muß mich jetzt aufmachen. Ich werde morgen für meine Familie kochen und muß zu einem Supermarkt am anderen Ende der Stadt, damit ich hoffentlich alle Zutaten bekomme. Ich hoffe Euch geht es gut. Freu mich über jeden Bericht. Dina   
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La Semana Santa

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostern und konntet euch ein wenig erholen. Wie ich gehört habe, gibt es ja wieder Schnee in Österreich. Von Schnee sind wir ja hier sehr weit entfernt. Seit 2 Wochen haben wir strahlenden Sonnenschein. In der Nacht kühlt es zwar schon ordentlich ab, aber das ist auch gut so. So kann man gut schlafen und stirbt nicht vor Hitze. Die Sonne hat aber eben auf unserer Höhe eine ordentliche Kraft.

Mir geht es soweit noch immer sehr gut. Manchmal packen mich große Müdigkeitsattacken. Das gute ist, dass ich hier noch Zeit finden kann um Ihnen dann das ein oder andere Mal nachzugeben. Im Unterricht ist es halt nicht so optimal ;-)

Letzte Woche war ja Ostern und dies ist für die Bolivianer doch sehr wichtig. Auch wenn der Anteil der Katholiken in den letzten Jahren auch hier abgenommen hat, ist doch die Mehrheit “katholisch”. Am Gründonnerstag am Abend haben wir uns also in die Stadt begeben. Es dauerte ewig bis wir in die Stadt kamen da es schien als wäre ganz CBBA auf dem Weg in die Stadt. Es herrschte ein wenig eine Stimmung wie eben einem Stadtfest.jueves santa und wir

Überall waren Heurigengarnituren aufgestellt und sie verkauften Api (ein Maisgetränk, das ein wenig nach Apfelkompott schmeckt) und frittierte “pfu- weiß- nicht wie sie heißen” Taschen ganz wenig gefüllt mit Käse. Und dann beginnt man sich von den Massen durch die verschiedenen Kirchen schieben zu lassen. Eigentlich sollte man genauso viele Kirchen abklappern wie es Stationen beim Kreuzweg gibt (steinigt mich aber ich weiß nicht mehr genau wie viele das sind 12?) Massen die aus der Kathedrale stroemen

Wir haben nur 5 geschafft und eine von außen,... Es ist echt unglaublich. Zart besaitet darf man nicht sein, da es teilweise echt eng ist.

Aber die Stimmung ist prinzipiell eine gute. Ich habe jemanden erzählen gehört, dass der Gründonnerstag für die Jugend auch so etwas wie ein “Schneckencheckfest” (Zit. Franzi) ist. Für Raphael war es eher ein fest, dass ihm kurzfristig eine “Maulsperre” verpasste, da der Zuckerapfel, mehr aus Zucker als aus Apfel bestand ;-)

Am Karfreitag haben wir uns dann in aller Herrgottsfrüh aufgemacht um zu Inkaruinen, nahe der kleinen Stadt Sipe Sipe, zu fahren. Semana Santa 0012 (Small)Da die Bolivianer es ja nicht so mit der Pünktlichkeit haben, haben wir auf eine Bolivianische Bekannte (Gisela) über eine Stunde in Sipe Sipe gewartet. Franzi schien vor lauter Warten schlecht z werden und so musste die Motivation einer Heimfahrt ins Bett weichen ;-( wir haben dich sehr vermisst Franzi.

Die letzten Helden, die den Gewaltmarsch auf sich nahmen, machten sich dann auf um den “Berg” zu bezwingen. Es ist echt unglaublich, wie schnell man die Höhe hier spürt. (Und ich dachte ich war echt ganz gut trainiert, als ich Wien verlassen hatte ;-))am Weg hinauf

 

Nachdem uns dann Martin ein paar seiner Kokablätter abgetreten hatte ging es dann besser. 3 Stück in en Mund, ein wenig kauen und schon schaut die Welt schon wieder besser aus.

Nach 2,5 Stunden und brennender Hitze kamen wir dann bei den Ruinen an. Und Ruinen waren es im wahrsten Sinne des Wortes. Viel war nicht mehr zu erkennen, und man könnte sich nur mit viel Phantasie zusammenreimen, wie es wohl ausgesehen haben mag. Ruinen und die Spuren der Zeit
Zu Beginn war ich kurz ein wenig enttäuscht, mit der Zeit fing mich der Platz und sein Charme jedoch ein, und ich begann zu verstehen, warum sie wohl gerade dort gebaut haben müssen.

noch mehr Ruinen

 

 

Die Energie des Ortes war gut spürbar, der Ausblick wenn euch ein wenig vernebelt, doch unglaublich und rundherum die Ruinen. Viele Steine der Ruinen wurden für Lagerfeurerstellen umfunktioniert und so fand man überall neue gemütliche Plätzchen wo man bestimmt schöne Nächte verbringen kann. (Leider ist dort jedoch auch schon einiges passiert und darum rät man “Touristen” ab dort zu übernachten.) Wie gesagt, dachte ich mir, dass es schade ist, dass diese Ruinen nicht besser erhalten sind, später, als ich so ein wenig durch sie durchwanderte, dachte ich mir, warum eigentlich nicht. Warum sollen Dinge nicht auch vergehen, auch wenn sie einmal gut waren, und Platz machen für etwas Neues, oder eine Neue Funktion übernehmen und so weiter bestehen. Ist doch ein schöner Gedanke, als ewig an Alten, verblassten Dingen festzuhalten.

am Weg Inkarakay

Unsere Wanderung verlief im Großen und Ganzen sehr ruhig und still, was ich total genossen habe, da wir alle mal zeit hatten ein wenig nachzudenken und unseren Körper die nötige Bewegung zukommen zu lassen.

Prozession in Sipe Sipe

In Sipe Sipe bekamen wir dann noch eine kleine Osterprozession zusehen bevor wir mit einem Zwischenstop bei Martin und Ramona (2 Schweizer Volontaris, welche in einem kleinen Dorf in der Nähe von CBBA arbeiten) wieder nach CBBA fuhren.

Am Samstag waren wir dann bei einer Schweizer Freundin (Claudia) schwimmen, noch etwas erledigt von unsere Wanderung. schweiz, oesterreich udn deutschland vereint
Das war super gemütlich - Danke an dieser Stelle noch mal an Claudia, die uns das ermöglicht hat und uns köstlich bewirtet hat, mit frischer Ananas und Pfirsichen - lecker! Am Abend waren wir dann auch noch ein wenig fort und tanzen - bin jetzt eigentlich jede Woche Salsatanzen. Ist echt super.

Sonntag haben wir dann einen kleinen Ausflug nach tarata gemacht ein nahe gelegenes Dorf, welche noch starke Spuren der Kolonialzeit zeigte und für seine Chorizos bekannt ist - kleine Würstchen, die so ähnlich schmecken, wie Bratwürstel. noch mehr Tarata

Die Fahrt dorthin stellte sich jedoch gar nicht so einfach heraus, da zunächst niemand zu wissen schien, wie wir denn überhaupt dorthin gelangen konnten. Wir sind uns ein wenig wie bei Asterix und Obelix erobern Rom vorgekommen - wir wurden von einem Strasseneck und wieder zurückgeschickt worden, weil einfach keiner Ahnung hatte. Doch so schnell ließen wir uns nicht entmutigen und somit waren wir dann doch am Ort unseres “Verlangens” ;-)

Wir sind dann dort ein wenig herumgewandert und sind dann schlussendlich völlig ausgehungert in einem “Restaurant” gelandet. Die Speisekarte war überaus groß - Chorizo oder Innereien plus Beilagen ;-) und die Kueche bestens ausgestattet.die "Restaurantkueche"

Die Würstchen waren jedoch hervorragend und die Beilagen auch und somit waren wir dann doch alle recht glücklich. Da es auch am Sonntag ordentlich “heruntergebrannt” hat sind wir dann noch mal eine Runde schwimmen zu Claudia gefahren um dann todmüde ins bett zu fallen. Nach dem Wochenende bin ich mir echt vorgekommen wie ein Baby, dass vollkommen erschöpft war von den vielen Eindrücken.

In der Schule werde ich jetzt auch ordentlich rangekommen, da ich noch vieles zu lernen habe und schön langsam wird auch bei mir die Zeit knapp ;-( Morgen wartet ein hardcoretag auf mich: 8h Schule!!!

Im Moment scheint es, als hätte ich kaum für etwas Zeit, dabei hab ich noch soviel zu tun hier. Ahhhh.

Naja schauen wir einmal. Heute schau ich mal in den größten Supermarkt CBBA um zu schauen ob ich meiner Familie ein österreichisches Gericht zaubern kann.

Am Wochenende wird dann der kleine meiner Familie getauft und hat gleichzeitig Geburtstag. Ich bin auch eingeladen und danach gibt es große Fiesta mit der ganzen Familie. Sie haben schon gesagt, dass ich ganz viel tanzen muss, und wenn es nicht gut genug ist, muss ich leider noch ein paar Wochen mehr hier bleiben ;-) daraufhin war ich dann gleich gestern 2 Stunden im Tanzunterricht - was einfach so unbeschreiblich super war, und ich sage nur - ich bin bereit ;-) wenn es mit dem Spanisch auch so schnell gehen würde, wie mit dem Salsa wäre ich echt glücklich ;-) Naja meine Lieben ich muss jetzt noch ein wenig “tarea” (hausübung) machen.

Ich hoffe dass es allen gut geht und freu mich von Euch zu hören. Mein nächster Bericht wird vermutlich mein letzter aus CBBA sein. Und ich muss zugeben, es fällt mir schon ein wenig schwer diese Stadt zu verlassne, auf der anderen Seite freu ich mich schon aufs Arbeiten und überhaupt auf Potosi. Also dann meine Lieben.

Abrazo Dina

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 Vergangenes Wochendende haben wir wieder die Stadt unsicher gemacht. Angefangen hat alles damit, dass wir den Geburtstag von Martin und mir gefeiert haben und Franz hat sein letztes Wochenende in CBBA verbracht. Wir waren recht “abenteuerlich” essen, in einem Lokal,  dass zwar nicht sehr apettitlich wirkte, jedoch ausgezeichnetes Essen hatte.

beim Essen

 

Danach waren wir Billardspielen und einige versuchten sich in recht experimentellen Spieltechniken. Nachdem mich dann nach einiger Zeit schon der “A...” juckte und ich unbedingt tanzen gehen wollte, machte sich alles eine riesen große Gruppe auf, zu einem Bolivianschen Lokal, welches in einerm normal Haus war. Wo auf 2 Stöcken Bars und 2 Tanzflächen verteilt waren. Da ich kein Bier trinke ist es zwar manchmal schwierig zu etwas trinkbaren zu gelangen, doch wenn sie einmal Cocktails haben (Cuba Libre, Caipi, Pina Colada zwischen 1 - 1,5€) ist es super. Party im Haus

 

Haben dann bis 4 (also bis sie uns rausgeschmissen haben) getanzt und sind dann zu 7 im Taxi nach Hause ;-) hier ist das nämlich nicht so,.. Am Beifahrersitz haben auf jeden Fall 2 Leute Platz, im Kofferraum auch 2-3 und auf der Rückbank auch mindest 4 Leute,.... Nachdem wir uns dann von der Nacht erholen mußten, sind wir bei strahlendem Wetter isn Schwimmbad,... Welches einfach für hiesige Verhältnisse unglaublich teuer ist (2,5€). Dementsprechend wenig Leute waren dort und das war echt wie im urlaub, Wahnsinn. Am Abend waren wir dann zu einer privaten Grillparty eingeladen, wo ich mich mit meinem hatscherten Spanisch irgendwie durchgekämpft habe. Sind auch dann wieder in einer riesen Gruppe ins Panchos marschiert wo wir wieder ewig merenque und salsa getanzt haben. Wenn ich jetzt auch noch zu den Liedertexten singen könnte wärs der Hammer,;-) Das schöne war, dass wir einfach eine total gemischte Gruppe waren, Österreicher, Bolivianer, Argentinier, Schweizer, Franzosen, Brasilianer,... culturemix

 

Sehr witzig. Und obwohl wir eigentlich früher nach hause gehen wollten, waren wir doch erst wieder um 4 Uhr zu hause. Am nächsten Tag ging es dann ab nach Pairumani in den Parque Ecoturistico, ca. 45 Minuten von CBBA entfernt.
Das war total super. Dort habe ich nämlich zum ersten Mal LAMAs gesehen!!! Lamas!!!

 

Juchhu, ich war glücklich. Sind dann total schon durch einen Wald gewandert, bis wir zu einer Wiese kamen um dort beobachten zu können wie ein höchst “professionelles” Musikvideo gedreht wurde ;-)
Danach sind wir ein Stück entlang eines Abhangs marschiert, bis wir zu einer wunderschönen Flußlandschaft kamen. Dort haben wir unser Füße in eiskaltes Wasser gesteckt und uns auf Steinen gerekelt und Papaya gegessen.
Ecopark 0030 (Small)

 

 Was will man mehr.
Am Abend waren wir dann noch bei einer Nachhochzeitsfeier der Gastfamilie von franz eingeladen. Da bekamen wir ein wenig Einblick, wie es bei solchen Feierlichkeiten abläuft. Die Feiern dauern der Regel nach entweder von Samstag bis Montag oder nur bis Sonntag. Alle trinken Bier und Chicha (Maisgetränk) bis zum umfallen und das mein ich wirklich so. Der massive Alkoholkonsum scheint hier leider eigentlich auch ein sehr großes, augenscheinliches, wenn auch verstecktes oder nicht gesehenes Problem zu sein.  Sowie häusliche Gewalt hier eher an der Tagesordnung steht, als zur Ausnahme gehört. Etwas mit dem ich irgendwie noch umgehen lernen muß, da sich einfach eine Gesellschaft nicht von heute auf morgen in solchen Sachen ändert. Wobei ich das gefühl habe, dass auch hier schon langsam ein großes Umdenken passiert. Vorallem die Frauen mit denen ich bis jetzt in Berührung gekommen bin, verwehren sich massiv gegen das Patriarchat, welche shier noch sehr stark ausgeprägt ist und “machismo” genannt wird ;-) Bolivien kämpft außerdem mit vielen anderen Problemen. Die Inflation ist ein riesengroßes Problem, außerdem im Moment das Hochwasser. Seitdem ich hier bin, sind die Preise für Milchprodukte 2x gestiegen! Die preise sind jetzt DOPPELT so teuer wie noch im Dezember, aber nicht nur Milchprodukte, sondern üerhaipt Grundnahrungsmitteln. Das ist sehr gravierend, da die Leute hier einfach teilweise nichts verdienen und solche Preiserhöhungen manchen schwer zusetzt. Wieder ein Grund mehr der das land politisch und auch finanziell spaltet. Viele Frauen gehen arbeiten um die Familie irgendwie über die Runden zu bringen, oftmals ist es sogar für die Frauen leichter Jobs zu finden (wie putzen, wäsche waschen etc), was wiederum den mann in seiner Rolle schwächt, dieser frustriert und arbeitslos zu Hause sitzt, trinkt, schlägt, usw. Es mangelt überall an Arbeitsplätzen, obwohl man z.b. Ganz dringend Techniker brauchen würde. Die technischen Studien sind aber nur auf den Privatunis, die sich der Bolivianer nicht leisten kann. Es gibt keine Industrie in diesem Land und alles stützt sich in Wahrheit auf die Landwirtschaft und den Abbau von Bodenschätzen. Und obwohl Bolivien so riesengroß ist gibt es für die knappen 9 Mill. Einwohner nicht genug Jobs - eigentlich unvorstellbar. Schlimmer wird es sicher noch in Potosi werden wo ich mit den ganzen Minenarbeitern in Berührung kommen werde. Aber es ist jetzt schon wieder einmal augenscheinlich, in was für einem gesegneten Land wir leben dürfen. Und wie schwer es ist diese teufelkreise zu durchbrechen. Trotz allem lieben die Bolivianer ihr Land, wollen nirgendwo anders hin, sind sehr stolz auf das was sie sind und was aus ihrem land kommt und lassen dich aber auch gerne daran teilhaben. Bis jetzt hatte ich Glück wirklich nur nette menschen kennen gelernt zu haben, auch wenn hier genug Grausames passiert. Außerdem, ob sie es wollen oder nicht, wird Lateinamerika doch sehr stark von den USA kontrolliert bzw. Beeinflusst. Bush hat ja unzählige Cocaplantagen in seinem “Antidrogenprgramm” hier vernichten lassen. Die wirtschft orientiert sich am Dollar, und die religiösen Sekten aus dem gelobten land sind im Vormarsch: Mormonen, Evangelisten, und wie sie sonst noch alle heißen wollen, um die armen Indios zu bekehren. Es ist eigentlich unglaublich, dass es so etwas in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist und erfüllt mich doch mit großem negativen Gefühlen. Aber um nicht nur von den nicht so schönen Seiten diese Landes zu berichten. Mir geht es gut hier. Ich fühle mich schon richtig zu Hause hier. Im Moment ist das Wetter unglaublich schön, was das ganze noch besser macht und mich ein wenig tröstet, dass es bald ein paar Grad kälter sein wird. Kommendes Wochenende werden wir uns die Osterprozessionen geben und zu Inkaruinen wandern. Leider schaffen wir es nicht in den den Nationalpark ToroToro mit prähistorischen Funden, Höhlen und Inkaruinen, da dieser schwer zugänglich ist und die Anreise zu lange dauern würde. Aber ich hoffe,.dass sich das noch einmal ausgehen wird. So und jetzt muß ich Schluß machen, da ich noch am Markt gehe und dann zum ersten Mal hier ins Kino.Denk oft an euch Dina
Ecopark 0046 (Small)

 

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Ein lustiges Wochenende und mein Geburstag

Also lange musstet ihr ja nicht auf ein update warten. Letztes Wochenende waren wir bei einem Konzert von Savia Andina, einer bekannten Bolivianischen Gruppe.

Das Konzert fand im teatro ancha statt, im Zentrum von Cochabamba. Cochabamba 0243 (Small)

 

Abenteuerlich war schon das Karten kaufen, denn anstatt eines Pcs der der Dame an der Kassa sagt, welche Plätze noch frei sind, gibt es so eine Steckboard, mit all den Sitzen im Theater und dort wo noch ein Zettel drinnen steckt ist noch ein Platz frei. Teatro Ancha

 

Wir konnten die letzten Plätze noch ergattern und saßen dann unter lauter Bolivianern im Theater. Nachdem es schon längst geläutet hat, begeben sich die Menschen sehr langsam zu ihren Plätzen, mit Popcorn und Trinken in der Hand, von andächtiger Stille keine Spur. Auch als die sehnsüchtig erwarteten Stars endlich auftreten herrscht alles andere als Ruhe. Es brauchte einige Zeit bis ich mich an diese Unruhe gewöhnte.

Savia Andina
Das Konzert selber war total nett, wobei uns allen eigentlich die zweite Hälfte besser gefallen hat, da spielten eher typisch bolivianische Stücke. Besonders begeistert hat mich der Flötist, der immer ganz wild zwischen seinen Panflöten in verschiedenen Größen und anderen Flöten hin und her jongliert hat. Ein besonderes Erlebnis war auch die Lichttechnik. Ein großer Scheinwerfer händisch gesteuert vom Balkon aus, beleuchtete zitternd die ersten Lieder, bis der Lichttechniker sich dazu entschlossen zu haben schien, lieber zur Bühne zu gehen und von dort aus Fotos zu machen. ;-)
Sobald Lieder angespielt wurden, die auf allgemeine Begeisterung gestoßen sind, kam Leben ins Publikum und jeder gab seiner Begeisterung Ausdruck. Witzig war dann auch die Zugabe, wo sie alle durcheinander Liederwünsche durch die Gegend gerufen haben.

Danach ging es nach einigen Umwegen auf zu den Bars im Pancho, noch ganz gesetztvon Cochabamba, wo wir dann im „Pancho“ hängen geblieben sind.
Zunächst waren wir einmal alle etwas ruhig, noch ganz andächtig nach dem Konzert ;-). Aber nachdem wir uns einen Cocktail um 1,10€ geleistet hatten, fingen Franz und ich mit dem Salsa tanzen an und bald standen alle begeistert auf der Tanzfläche. Was wiederum bei den Bolivianern zu einer gewissen Verwunderung geführt hat, da es hier eher so scheint, als wäre nur Pärchentanz möglich, alle stehen sich in einer Reihe gegenüber und Mann und Frau tanzen miteinander ;-) war echt witzig. Doch als sie dann auch andere Musikstile zu spielen begonnen haben, war alles etwas entspannter.

dann schon bei der Sache

 

Es gefiel uns dann doch so gut, dass wir erst um 5 heimkehrten. Der Sonntag viel dann dementsprechend ruhig aus.

Am Dienstag hatte ich ja dann, wie einigen bekannt, meinen Geburtstag. Das war wirklich ein schöner Geburtstag, vor allem wenn man bedenkt, dass ich erst 2 Wochen hier bin. Meine Gastfamilie hat mir eine riesen Torte besorgt Meine Geburtstagstorteund hat mir ein Ständchen gesungen und zur Draufgabe hab ich sogar ein kleines Gecshenk bekommen. Das ist laut meinen Lehrerinnen etwas Besonderes, da 1. Im Moment sehr große Inflation in Bolivien herrscht, und

 

 

sie singen mir ein Staendchen ;-)

 

 

2. Ist das einfach super rieb von meiner Familie gewesen. Am Nachmittag war es ja dann eher gemütlich und am Abend hab ich mich mit den anderen „alumnos“ getroffen und wir haben die restliche Torte verputzt und ich habe noch ganz liebe kleine Geschenke bekommen.

alle auf einen haufen

 

Am Freitag gehen wir dann wieder so richtig am Putz hauen, feiern meinen Geburtstag und den Abschied von Franz. Das wird bestimmt lustig. Wer weiß vielleicht gibt es ja bald wieder etwas zu berichten.

Bis dahin hoffe ich dass es Euch gut geht. Danke an alle für Eure lieben Glückwünsche, hab mich total „zu hause“ gefühlt, weil so viele an mich gedacht haben. Dankeschön.

Seid umarmt und in meinem Herzen.

Dina

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REGENWALD und das Leben hier

Es ist wieder Zeit fuer einen Bericht.

Ich hoffe in Wien ist alles in Ordnung. Ich habe gelesen, dass ein wahnsinniger Sturm war. Ich hoffe, es geht allen gut.

Waehrend in Österreich ein Wahnsinnssturm über das Land fegte, machte ich mich auf den Weg in den Bolivianischen RegenwaldUnser Micro - Bus

Mit einem Micro, das ist ein Bus, welcher normalerweise für den öffentlichen Transport verwendet wird. Dieser Bus scheint unglaublich viele PS zu besitzen und wir sind mit geschätzten heißen 20 km/h über die Kordilleren gedüst. Ich habe ja schon erwähnt, dass es hier alles ein wenig langsamer geht, auch das Reisen. (160km in ca. 5 Stunden)am Weg zum Pass

Auf der anderen Seite war das nicht so schlecht da wir dadurch viel Zeit zum Staunen und genießen hatten. Wir sind eben über die Kordilleren auf die andere Seite gefahren, haben zwei Pässe passiert (höchster Pass ist über 4000m) und sind dann durch den Nebelwald auf 200m hinunter nach Chapare.

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Chapare heißt die Gegend um Villa Tunari eine kleine Stadt mitten im Regenwald. Die Fahrt ist echt unbeschreiblich schön. Wir sind vorbei an einem riesigen Stausee mit grauen Bäumen, und hellem Schilf, durch den Nebelwald. Ich hoffe ich erzähl euch jetzt keinen Blödsinn, aber wenn ich alles richtig verstanden habe, dann Nebelwald, weil dort fast immer der Nebel drinnen hängt. Die Bäume saugen sich mit Feuchtigkeit voll, bieten Nährboden für andere Pflanzen, sind überzogen von Moos, Lianen etc. und vermodern langsam darunter. Das ganze sieht einfach unglaublich aus, ich hoffe dass ich in mit den Fotos zumindest eine Idee vermitteln kann. (Die Fotos sind leider noch unbearbeitet, weil ich mich noch nicht mit Photoshop auseinander setzten konnte. Muss zuerst Spanisch lernen ;-)) Als wir dann schon im Regenwald waren, war es für mich erstaunlich die ärgsten, schiefsten und kaum vorhanden Pfahlhütten und normale Hütten zu sehen und daneben eine Satellitenschuessel oder ein Internetcafe a la Regenwald. Natürlich und leider muss ich sagen, gibt es in Bolivien keine ordentliche Abfallpolitik. So liegen dann entlang der Strasse Dosen, Plastiksackerl etc. Das schmerzt und am liebsten wäre ich stehen geblieben und hätte den Mist einsammeln wollen. Umweltbewußtsein ist in den Köpfen der Menschen hier noch so gar nicht verankert, was eigentlich mehr als schade ist, da sie viel haben, was schützenswert ist. Zumindest existieren in Bolivien viele Nationalparks.

Unweit der Villa Tunari besitzen die Leiter Sprachschule ein riesengrosses Haus. Mit großer überdachter Dachterasse, wo man hervorragend bis spät in die Nacht sitzen kann und wo Hängematten hängen, in denen einige Nacht verbrachten.

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Das ganze Wochenende bekamen wir unglaubliche Dinge zu essen. 6 verschiedene Sorten von Erdäpfeln, Wurzeln von Palmen, frisches köstliches Obst (alles was das Herz so begehrt) typische bolivianische Speisen bis wir zu platzen drohten. Die meisten Sachen wuchsen sowieso rund ums Haus. Tee und Salat aus Blühten, Lemongrasstee, Saft aus den Ananasschalen usw. unglaublich. Es war alles so lecker.

Am Samstag sind wir dann in den Nationalpark gefahren. Das war so wie die ganze Fahrt einfach unbeschreiblich schön. Am liebsten hätte ich meinen Finger gar nicht mehr vom Auslöser genommen, nur hätte ich dann wohl nichts mehr mitbekommen ;-)

chapare 0090 (Small)

Leider haben wir so gut wie keine Tiere gesehen. Trotz der Schönheit muss man doch sehr aufpassen, auf einigen Bäumen krabbeln ziemlich giftige Ameisen die einen schon mal ziemlich lange außer Gefecht setzten können bzw. teilweise kann man sogar daran sterben, einige Pflanzen sind giftig oder haben große Stacheln und Schlangen gibt es natürlich auch einige (grüne Mamba, Boas usw.)

Trotzdem war es ein super Erlebnis und ich bin aus dem Staunen und Geniessen gar nicht mehr rausgekommen.

Da sieht man die wunderbarsten Dinge. Baeume die eigentlich mehr aus Lianen bestehen als aus Baum selber, Bäume die Stacheln haben, damit die Tiere nicht hinaufklettern und ihre Fruechte essen, Termitenbauten, Ameisenstrassen, wo Ameisen wirklich grosse Blaetter tragen, Fledermaeuse und vieles vieles mehr.

Nach nur 3 Stunden Wanderung (haette noch ewig weiter gehen koennen) sind wir dann zurück und haben gleich neben einem Fluss gepicknickt. Das war sehr nett, bis wir uns die Hosenbeine hoch krempelten und alle von 2mm großen Mücken befallen wurden. Die Stiche verursacht haben, das kann man sich gar nicht vorstellen. (Franzi konnte sich danach 2 Tag e keine Schuhe anziehen, weil sie so zerstochen war!) Ein paar Mutige von uns sind dann doch schwimmen gegangen, bei gehöriger Strömung und es hieß fuer uns ordentlich aufpassen dass es uns nicht über die nächste Kante schmeißt. Dann ging es wieder zurück zu unserem Haus. Dort haben wir dann den restlichen Nachmittag in den Haengematten verbracht und haben uns die Bäuche mit frischem Obst und gutem Essen vollgeschlagen.ein Teil unserer Gruppe

Am nächsten Tag wollten wir eine Wanderung unweit vom Haus machen, nachdem wir am Vortag Geschichten von einem Jaguar gehört haben, der unweit des Hauses schön öfters gesehen wurde. Leider haben wir ihn nicht gesehen ;-) Wir waren noch nicht weit gekommen, als es so richtig zum Schütten begann. Es dauerte nicht lange und wir waren bis auf die Unterhose nass. Aber es war eigentlich ganz witzig. Über Brücken bestehend aus zwei schmalen Bambusbaumstämmen, ein ebenso duenner Ast zum anhalten, so ging es einige Zeitlang durch den Wald. (Leider habe ich von den Brücken keine Fotos, da es da zu sehr geschüttet hat.) Irgendwann kamen wir dann jedoch zu einer Flusspassage wo es die Brücke weggespült hatte. Also hieß es mit der Machete einen Bambus zu fällen. Das war aber gar nicht so einfach, da alle miteinander verheddert waren und so sind wir zu 6 oder so auf dem Bambus oben gehängt bis wir einen Fällen konnten. Ein lustiges Schauspiel, und ich bin fast nieder gebrochen vor Lachen. Leider hat uns das ziemlich viel Zeit gekostet und wir konnten dann nicht so lange wandern wie es geplant war. Tja und nach einem köstlichen Mittagessen hieß es auch schon wieder ab nach Cochabamba.chapare

 

Wir mußten dem kleinen Paradies auf wieder sehen sagen und zurück über die Kordilleren nach Hause fahren.


Zurück in Cochabamba ist alles eigentlich noch immer sehr entspannt. Ich habe mich gut daran gewöhnt, dass es hier einfach anders ist als bei uns. Bitte seid mir nicht bös, wenn ich nicht gleich auf jede Mail antworte, aber ich verbringe Stunden im Internet ohne auch nur ansatzweise alles erledigt zu haben, was ich wollte.

Was euch aber nicht davon abhalten soll mir trotzdem regelmäßig zu schreiben ;-) freu mich wahnsinnig auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Hier vergehen die Tage wie im Flug. Ich stehe relativ zeitig auf, Frühstücke mal mit mehr Personen meiner Familie, mal mit weniger, gehe in die Schule, was ich auf eine gewisse Art und Weise total genieße. Es fühlt sich ein bisschen an wie früher. Man freut sich auf die Pause um mit den anderen zu tratschen und dann auch aufs gemeinsam nach Hause gehen und noch irgendwo herumstehen und tratschen. Der Unterricht macht eigentlich die meiste zeit total viel Spass. Manchmal bin ich zwar ein bissl ungeduldig mit mir weil ich halt ein Hirn wie ein Nudelsieb hab, aber es ist doch die meiste Zeit sehr interessant.

Joseph y Adriana

 

Auch mit meiner Familie kann ich mich schon unterhalten und nicht nur noch verlegen grinsen und mit Händen und italiensch klar machen was ich sagen möchte. Wir wohnen ja in einem recht ruhigen Viertel, welches von ehemaligen Minenarbeitern und einer Art Cooperative gegründet worden ist. Das ist total nett, weil uns mittlerweile schon ganz viele Leute kennen, sich mit uns unterhalten und die Jugend mit uns Fußball spielt. Ich und Fußball stellt euch das vor! à ist aber total witzig, und die Jungs sind Wahnsinn!!! Vielelicht sollten wir für die EM ein paar einbürgern ;-) Ups - sorry an alle Fußballfans.

Mein Zimmer

 

Noch kurz zu meiner Wohnsituation, seid froh ueber ure Duschen. Wir habenhier nur Durchlauferhitzer --> das heisst, ich kann die Wassertemp. nicht regeln und der Wasserdruck laesst auch zu wuenschen uebrig. Meine Waesche wasche ich wie meine Uroma in einem Waschbecken mit Waschrumpel udn fuehle mich ganz bei meinen Wurzeln ;-) Das schoene ist jedoch, dass es hier nichts ausmacht, weil man hier fuer solche Dinge Zeit hat. Und wenn die Waesche dann durch den fast taeglichen Regen doch nass wird, dann wird sie halt morgen trocken auch ok. Irgendwie witzig zu was fuer Dingen man ploetzlich durch diese Langsamkeit hier Zeit hat.

Tja wir waren auch schon zweimal bei einem Salsalehrer und hatten Kleingruppenunterricht. Das war total nett, weil ich geglaubt hab alles vergessen zu haben. Jetzt ging aber doch ein wenig was und es hat wirklich spaß gemacht.

Am Freitag werde ich auch meine erste Yogastunde nehmen. Ich freu mich so drauf ich kann euch das gar nicht sagen. Ich glaube mein Körper hat sich super an hier gewöhnt und jetzt möchte ich wieder mit Sport anfangen. Juchu. So mittlerweile ist meine Yogastunde vobei. Sie war ganz ok, kann nur leider nicht das was sie Wien koennen. Aber ich habe eine YOGAMATTE juchu!

Für alle die es interessiert. Politisch tut sich in Bolivien wahnsinnig viel. Schön langsam beginnen wir ein wenig Durchblick zu bekommen. Es ist leider sehr schade, dass es ein paar Tendenzen gibt die nicht so erfreuchlich sind. Als die „Reichen“ Oligarchen noch an der Macht waren, war es zumindest so, dass das ganze Land und das ganze Volk zusammengehalten hat. Mittlerweile sieht es jedoch so aus, dass sich die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Geschichten immer mehr gegeneinander wenden, was natürlich sehr traurig und gleichzeitig gefährlich ist. Außerdem herrscht teilweise noch eine gewisse Selbstjustiz der kleinen Bezirke, welche zum Beipspiel letzte Woche zu der Ermordung von 3 Polizisten geführt hat. Das ganze scheint die Menschen hier sehr zu beschäftigen, eines der ersten Dinge die mir bis jetzt die Bolivianer erzählt haben ist, dass sie viele Probleme haben hier in Bolivien. Die Preise ziehen stark an, Milch ist ein Luxusprodukt und die Unzufriedenheit steigt natürlich auch. Ich glaube ich brauch euch nicht erklären was das mit sich bringt.

Ich glaube natürlich dass es schwierig ist ein land so vieler Gegensätze zu regieren. Was ich aber gehört habe, ist Evo Morales zwar ein indigener Präsident aber das macht ihn lange noch nicht zu einem besseren Präsidenten. Es ist sehr kompliziert und wir beginnen erst langsam zu verstehen. Ich glaube aber das es für die Bolivianer sehr schwierig ist. Sie lieben ihr Land, glauben daran und sehen im Moment einfach keine Lösung. Sehr schwierig.

Na ja ich sehe der Bericht ist doch sehr lang geworden. Ich werde wohl jetzt Abendessen gehen.

Seid umarmt

Dina

Bambus

 

 

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Die letzten Tage in Wien

Vor meinem Abschied gab es noch einiges zu befeiern. So mußte ich noch ein letztes Mal, bevor ich in die Bolivianischen Anden verschwinden würde, zur altbekannten Schlagerparty um singen zu können

 

Joana" Joana

 

Oder wie war das noch einmal mit der Liebe?

die ist ein seltsames Spiel,.

 

Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Und nachdem die Schlagerparty ja nicht alles sein konnte, ging es weiter mit der 40er Feier von unserem DOC - Doc Secret, wo ch ganz viele liebe Gesichter vor meinem Abschied noch zu Gesicht bekommen habe.

T4C
Und nachdem ja unser Doc eine berühmte Persönlichkeit ist, durften auch internationale Stars auch nicht fehlen. Wie z.B. Don Juan de Marcoder Beste DJ ever

 

Don Juan de Marco

 

Nach zwei Partynächten bedurfte es danach nach einem ruhigeren Abend, bei welchem wir Lenas Geburtstags befeierten und ich mich schon bei mexikanischen Essen und Musik schon in Südamerikastimmung brachte.

Viermaedelhaus

 

Und da Essen sehr viel Spaß macht und meine Cord

 

inka am selben Tag wie Lena Gebsurtstag hat, stattete der Hendlstall dem indischen Restaurant Bombay einen Besuch ab. Sponsored by Meindl Papa durften wir uns bis zum Platzen die Bäuche voll schlagen.

das Geburtstagskinddas leckere essen

 

Danke noch einmal an Cordis Papa. Es hat uns gut geschmeckt ;-)

 

 

 

Na und da man ja nicht nur Essen kann sondern auch kräftig feiern, gab es dann noch mein Abschiedsfest im S-Club.

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Leider konnten ja viele nicht dabei sein ;-( aber umso mehr habe ich mich über die gefreut die hier waren.

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Bis zur später Stunde nur noch ganz wenige übrig blieben.

feiern bis zum umfallen

 


Danke noch einmal für einen schönen Abend mit ganz vielen lieben Leuten. Werde ganz viel an Euch denken.

Umarme Euch Dina

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ERSTER BERICHT

So nachdem mich das Internet in Bolivien fast in den Wahnsinn treibt, versuche ich eine neue Variante, mit Euch zu kommunizieren. Ich werde also in der nächsten Zeit, immer wieder Berichte online stellen, mit Fotoverweisen, die ich hoffentlich irgendwann einmal nachreichen kann. Im Moment ist es leider so, dass ich weder mein Notebook in einem Internetcafe in meiner Naehe anstecken kann, noch ist das Internet hier so schnell, dass ich irgendetwas hochladen kann. Man braucht dazu leider einen Urlaubstag, und Nerven aus Stahl. Und obwohl ich mich sehr schnell daran gewoehnt habe, dass hier alles langsamer ist, so kann ich meine europaeischen wurzeln doch nicht ganz verleugnen, denn punkto Internet bin ich mehr als verwoehnt. Wie gesagt, es funktioniert leider nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bitte Euch daher einfach um Geduld.

Zumindest sollte ich bald im Besitze eines Handys sein, Nummer findet ihr dann auch hier. Es kann jedoch passieren, dass ich eure SMS nicht bekommen kann. Zumindest geht es einer der Praktikanten so,... ich werde es dann einmal ausprobieren und dann berichten.

Ihr seht, hier ist es schon ein wenig anders. Aber auch wenn ich viel ueber das Internet schimpfe so gefaellt es mir bis jetzt sehr gut. Ich habe fuer die kurze Zeit schon viel unternommen und bin eigentlich dauernd unterwegs. Hier bekommt Zeit eine neue Dimension. Man braucht hier fuer alles ziemlich lange und es faellt einem gar nicht auf. Die Stunden vergehen wie im Fluge und ich frage mich die ganze Zeit wo sie hin ist, denn man hat das Gefuehl doch erst gerade angefangen zu haben.

Vielleicht kommt das auch mit der Hoehe - keine Ahnung. Cochabamba liegt auf 2550m, und es ist irgendwie eine komische Vorstellung, da man nicht das gefuehl hat so hoch zu sein. man ist Mitten in einer Stadt, die Sonne brennt runter, man ist mit kurzaermeligen T-Shirt unterwegs, die Palmen stehen herum, Pfirsiche wachsen, Kakteen tragen Fruechte und ueberhaupt blueht alles.

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Bei uns auf 2500m ist sieht es ja wohl doch ganz anders aus. Die Hoehe vertrage ich ganz gut. gerade am ersten Tag hatte ich Kopfweh, und man ist doch recht schnell muede, aber ich glaube im vergleich zu den anderen Praktikanten habe ich mich doch recht schnell aklimatisiert (moechte jetzt nichts verschreien) - hat wohl das Hoehentraining (=Skifahren) doch gut getan ;-)

Cochabamba ist die drittgroesste Stadt Boliviens, mit einer halben Mill. Einwohner. Das erstaunliche ist, dass Bolivien so groß wie Spanien udn Frankreich zusammen ist und trotz allem nur 8,8 Mill. Einwohner hat. Das liegt wohl daran, dass in vielen teilen Boliviens menschenunfreundliche Bedingungen herrschen. Außerdem ist Bolivien, dass aermste Land Suedamerikas.

Derzeit lebe ich in einer - nach meiner Einschaetzung nach - in einer Mittelklassefamilie. Die gesamte Familie: Oma, Opa, Mama, Papa, Josef (ca.3J) und Adriana (8j), die Haushälterin, und zwei Hunde; leben in einem "Haus". besser gesagt, sind es eher Zimmer die alle durch einen Hof bzw. einen gang verbunden sind. jeder hat sein eigenes Zimmer, inkl. mir und dann gibt es noch eine Kueche und eine riesengrosses Wohnzimmer. Die Jungfamilie duerfte auch mehr Platz haben. Das habe ich noch nicht gesehen. Sie reden mich alle nieder, vorallem der kleine Josef - den ich leidre auch am allerschwersten verstehe. Adriana ist total happy wenn sie ihre englischen Vokabel bei mir anbringen kann und oma und opa bemuehen sich immer sehr, schoen Spanisch mit mir zu sprechen. Auch wenn ich oft geneckt werde, weil ich mit Haenden und Fuessen rede, so kommt es mir derzeit sehr zu Gute. Mit Besagten, Italienisch und ein paar schon gelernten Worten aus dem Spanischen schaffen wir es doch, uns ganz gut zu verstaendigen.

Das Essen ist teilweise recht eperimentell - wie gesagt Suppe mit Pommes - hat es Samstags bei drei Gastfamilien gegeben. Ich hatte auch schon Broccoli und Fisolen mit gebratenen Banenen (platanos) und Reis. Aber aus irgendeinem Grund schmeckt trotzdem alles. Es ist bestimmt ganz witzig, jetzt ein paar Wochen dieses Essen zu genießen, freu mich aber jetzt auch schon darauf, wenn ich mir selbst etwas zu essen machen werden kann. Auch wenn das noch eine Weile dauert.

Mein Zimmer ist fuer meine derzeitigen Beduerfnisse total ausreichend. Nur das Bett haengt eher wie eine Haengematte durch - aber auch das geht vorbei.

In der Sprachschule genieße ich derzeit 5 Einheiten Einzelunterricht jeden Tag. Habe auch schon 2 tage hinter mir. Es herrscht dort eine super nette Stimmung. Die Schule wird von einer gebuertigen Schweizerin, die schon 27 jahre in Bolivien lebt, und ihrem Mann (Bolivianer, der in der Schweiz studiert hat) gefuehrt. Sie sind sehr um unser Wohlbefinden bemueht, sind fuer uns Tag und Nacht erreichbar und stehen uns mit Rat und Tat zur Seite. ich hatte auch schon ein kleines interessantes politisches Gespräch, dies werde ich aber wohl ein anderes mal ausfuehren.
Ich hoffe mein Spanisch wird schnell anwendbar, dann wird das Leben hier auch um einiges leichter. Wir haben wechselnde Lehrer um von unterschiedlichen Menschen, Stilen und Ansaetzen zu lernen, und untereinander herrscht auch ein reger Austausch. Das macht Spaß und im Moment bin ich noch mit vollem Elan dabei.

Am Wochenende machen wir einen Ausflug in den Regenwald, werden dort schwimmen gehen, und wandern und wer will kann auch fischen,... Freue mich schon sehr. Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis.

Letztes Wochenende war ich bei der Christusstatue, welche angeblich 4 m groesser ist als jene in Brasilien.

Christusstatue

 


Leider konnten wir nicht in die Statue, da wir zu spaet dort waren. Auf jeden Fall hat man von dort einen wunderbaren Ausblick auf Cochabamba und man erkennt erst wie riesengross diese Stadt ist. Blick auf Cochabamba

 

Blick auf Cochabamba

 

 

 

 

 

 

 

am Weg zur Feria del DoraznoAm Sonntag waren wir dann bei einem Pfirsichfest (una feria del durazno) in einem Vorort von CB.

 

Das war ein super Erlebnis um sich auf die hiesige Kultur einzustimmen. Traditionelles Essen, chicha (eine Art Maisbier - welches mir gar nicht schmeckt) und traditionelle Musik und Taenze.

traditionelle Tanzgruppe

 

Wir wurden von einem netten, politisch engagierten Bolivianer durch das Fest gefuehrt und machten Hechi auf Bolivianischmit einigen Bolivianern Bekanntschaft. Ich hoffe euch noch einige Eindruecke nachliefern zu koennen.

 


nach diesem Wochenende bin ich gleich einmal ziemlich geschafft ins Bett gekippt.

Die Ankunft am Flughafen in CB war ja auch noch ein Erlebnis der besonderen Art. In die Ankunftshalle sind wir zu Fuß ueber das Flugfeld gelangt,... das war schon einmal witzig,... dann hat der Flughafen einen Balkon der auf das Flugfeld schaut und auf diesem stehen hunderte Bolivianer und schreien und winken den Neuankoemmlingen zu. die sonst so ruhigen und gesetzten Bolivianer werden dann beim Gepaeckfoerderband ploetzlich ganz hektisch, verstellen alles und es war fuer mich fast unmoeglich, mein Gepaeck aus dem Menschenhaufen zu befreien. Als man nach "draußen" tritt, hat man gerade fuer sich und seine Tasche Platz, sich mit zwergenschritten durch die (zuerst noch am balkon stehende Masse) zu bewegen. Alle sind irrsinnig aufgeregt, nicht groesser als ich und man hat sofort das Gefuehl - jetzt ist man wirklich in Bolivien. Das war einfach so ein unglaublicher Moment und hat mir wieder gezeigt, wie selbstverstaendlich gewisse Dinge - wie z.b. fliegen - fuer uns ist. Und wie spannend, aufregend, ja sicher auch etwas beaengstigend es fuer andere sein kann und wie schoen es fuer die Menschen sein muss "nach Hause" zu kommen.

Alles in Allem muss ich jedoch im Moment sagen, lerne ich bestimmt sicher nicht die rauheste Seite von Bolivien kennen. Ich denke mit Potosi wird sich noch vieles schlagartig aendern. allein durch die Hoehe, andere klimatische Bedingungen, meine Arbeit und auch die viel schlimmeren Zustaende werden mich aus meiner derzeitigen entspannten Stimmung holen. Trotz allem glaube ich, ist es wichtig dieses Land von seinen unterschiedlichen Seiten kennen zu lernen und derer hat Bolivien viele.

Es ist sicher ein Land der Gegensaetze aber ich hoffe doch dass ich von all diesen profitieren kann. Ich denke man kann hier viel lernen, und man muss viel hoffen hier in diesem Land, denn es scheint so als wuerden sie einige ganz grosse Fehler begehen, die wir in Europa gerne ungeschehen machen wollen wuerden. Hoffnung, dass es die unterschiedlichen Bevoelkerungsgruppen schaffen in halbwegs guter Zusammenarbeit miteinander auszukommen und es nicht vielen anderen Laendern gleich machen und sich gegenseitig das Leben schwer machen und schlussendlich auch, dass es fuer viele Menschen moeglich wird ein besseres Leben zu leben.


Nun denn, ich bin schon sehr muede und werde daher nun, in meine Matratze sinken.
Alles Liebe Dina


So das ganze email habe ich vor 2 Tagen geschrieben, ich sitze wieder einmal im Internetcafe udn ich glaube zumindest eine halbwegs gute variante gefunden zu haben, um mit euch schriftlich zu kommunizieren.
In Potosi werde ich mich dann darum bemuehen internet ins haus zu bekommen.


Ich hab ejetzt auch ein bolivianisches handy: +59176964545, problem ich scheine keien sms aus oesterreich empfangen zu koennen. also sms bitte weiterhin aufs oesterr. und ich antworte vom bolivianischen. Anrufen sollte aber kein problem sein. wuerd mich freuen. 

tja nun noch ein kuezer bericht: gestern war ich salsa tanzen, was witztig war und danach ein wenig in den maerkten von cochabamba einkaufen. in wahrheit bekommt man hier auch alles, man muss nur wissen wo,... das ist eigentlich die groesste herausforderung. es gibt hier sogar yoga! juchu! d.h. ich werd emir eine yogamatte besorgen, damit ich dann in potosi auch noch fuer mich yoga machen kann, da es dort sicher kein yoga geben wird, da dort viel aermere menschen wohnen.

Na ja haette euch noch viel zu erzaehlen, aber dazu ein anderes mal. Morgen heisst es einmal ab in den Regenwald, schwimmen im Fluss und indigenem Leben nachspueren.

Dickes bussi

Dina

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COCHABAMBA

Meine Lieben,

Also zuerst einmal mir geht es gut. Ich bin nach einer endlos langen Reise gut udn sicher in meiner Familie und in der Sprachschule angekommen. Es gibt zwar an jeder Ecke Internet nur hat das leider das Tempo einer Schnecke,... Fotos hochladen ist daher schier unmoeglich und auch sonst braucht alles seine Zeit hier. Mein Spanisch ist ja leider noch nicht vorhanden, daher ist e s auch noch schwierig nach Alternativen zu suchen. Wlan ist leider auch hier zumindest nicht drin.

Ich hab euch soviel zu erzaehlen, da aber schon mein vorbereiteter Blogbeitrag sich hier nicht importieren laesst bin ich gerad ein wenig geknickt und muss nach anderen moeglichkeiten ausschau halten.

sollte aber bald ein handy haben.

ich habe schon viel unternommen, obwohl ich erst so kurz da bin. so habe ich aber schnell ein bisschen Gefuehl fuer Land und Leute bekommen koennen. Hier blueht alles, was wunderschoen ist, hab auch schoene fotos fuer euch gemacht. ich hoffe ich schaffe es sie bald hochzuladen.

Ich werde versuchen euch das ganze ausfuerlicher naeher zu bringen da es sehr spannend ist.

Im Moment muesst ihr euch mal damit zufrieden geben, dass es mir gut geht, ich suppe mit pommes esse, lauter fluffis unterwegs sind, die in die waschmaschine gehoeren, meine mitoesterreicher sehr nett sind, und mein spanisch hoffentlich ganz bald vorhanden ist.  Bussi

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Resi und Zenzi unterwegs mit Heidi und Fanni

und nicht zu vergessen unsere Holländischen Freunde Erdnuss und Papi!

Letztes Jahr in Saalbach hat das Viermäderlhaus Bekanntschaft mit 3 Holländern gemacht. Und nachdem es letztes Jahr so lustig war, ging's dieses Jahr gemeinsam in die Flachau.DSC00809

Dabei zeigten Erdnuss und Papi viel Geduld mit den österreichischen Mädels Lächeln.

Nachdem sich die Anreise etwas länger gestaltete als geplant DSC00596
DSC00600und diese sehr an unseren Nerven zehrte (3 Stunden Autobahnsperre) waren wir bei unserer
Ankunft etwas erschöpft.

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Doch schlußendlich siegte doch die gute Laune und ein Skiwochenende konnte beginnen.

DSC00624

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Weder Schnee, Wind noch strahlender Sonnenschein konnte uns vom Skifahren abhalten.DSC00724 Und obwohl wir zugegebener Maßen das Skigebiet anders in Erinnerung hatten und wir mit etwas Wehmut Richtung Saalbach blickten, so hielten wir doch eisern durch und fuhren bis uns die Oberschenkel brannten.

Dem nicht genug ging es danach in das Hofstadl wo wir lauthals die Barbara von uns gaben und danach mit einer kurzen Verschnaufspause ins Musistadl, zu den Fetztentalern.DSC00769

Das war natürlich alles sehr anstrengend und was hilft da mehr als ein gutes großes Knödel.DSC00673

Am letzten Tag wurden wir dann noch mit strahlenden Sonnenschein belohnt und konnten die Berge in Ihrer Pracht nochmal so richtig genießen. DSC00795

Alles in allem wieder einmal ein ein super Wochenende mit Resi , Zenzi, Heidi und Fanni aus Favoriten ("da bin i her da g'hör i hi"Lachanfall oder doch "Steiermark, da bin i her")

Ganz besondere Grüße gehen natürlich an unsere all time Favorite Holländer Erdnuss und Papi! und nicht zu vergessen die Fetztentaler! Lächeln Das nächste Mal zu bewundern beim Oktoberfest - ein Prosit ein Prosit der Gemütlichkeit!

 

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Resi und Zenzi in Saalbach

Alle Jahre wieder ein Wochenende in Saalbach mit Resi und Zenzi. Wie die Jahre davor, brachte uns unser erster Einkehrschwung in die Hinterhagalm

@Hinterhag

 

Doch der Abend war ja noch jung und weitergings an den Ort des Verderbens. Das Spielberghaus:

Stock des Verderbens

 

Nun sind Resi und Zenzi auch im Spielberghaus mit ihrem 3l Magermotor bekannt. Die Heimfahrt gestaltete sich danach dann etwas schwierig, doch unerschrocken meisterten R & Z auch diese Prüfung

Am Nächsten Tag hieß es "auf auf ihr Hasen" die Piste ruft, denn skifoan ist des leiwanste!

Gondelfahren ist super

 

doch dessen nicht genug, denn weiter gings die nächsten zwei Nächte mit Cowboys, Indianer und roten Pferden... bis zur Erschöpfung.

sooo müde

 

Und da wir ja noch gaaar nicht müde waren, traten wir dann die Reise nach Schladming an.

Es erwartete uns eine Bombenstimmung, ein schwingendes Bett, nette Menschen und am nächsten Tag traumhafter Sonnenschein.

Und bei der Gelegenheit haben wir auch unser Outfit für den Nachtslalom 2009 gefunden! Nehmt euch in Acht!

das optimale Outfit für den Nachtslalom

 

Wir sagen Dankeschön und Aufwiedersehen!

Wir kommen wieder keine Frage

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dinaontour

Obwohl ich noch nicht weiß, wo ich in 3 Wochen sein werde habe ich trotz allem einen Blog begonnen um Euch auf den Laufenden zu halten. ich hoffe sehr bald zu wissen wie es in meinem Leben weiter geht. Sobald es feststeht werde ich es hier bekannt geben.

so watch out for news!

Dina  

 

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