Also lange musstet ihr ja nicht auf ein update warten. Letztes Wochenende waren wir bei einem Konzert von Savia Andina, einer bekannten Bolivianischen Gruppe.
Das Konzert fand im teatro ancha statt, im Zentrum von Cochabamba. 
Abenteuerlich war schon das Karten kaufen, denn anstatt eines Pcs der der Dame an der Kassa sagt, welche Plätze noch frei sind, gibt es so eine Steckboard, mit all den Sitzen im Theater und dort wo noch ein Zettel drinnen steckt ist noch ein Platz frei. 
Wir konnten die letzten Plätze noch ergattern und saßen dann unter lauter Bolivianern im Theater. Nachdem es schon längst geläutet hat, begeben sich die Menschen sehr langsam zu ihren Plätzen, mit Popcorn und Trinken in der Hand, von andächtiger Stille keine Spur. Auch als die sehnsüchtig erwarteten Stars endlich auftreten herrscht alles andere als Ruhe. Es brauchte einige Zeit bis ich mich an diese Unruhe gewöhnte.

Danach ging es nach einigen Umwegen auf zu den Bars
von Cochabamba, wo wir dann im „Pancho“ hängen geblieben sind.
Zunächst waren wir einmal alle etwas ruhig, noch ganz andächtig nach dem Konzert ;-). Aber nachdem wir uns einen Cocktail um 1,10€ geleistet hatten, fingen Franz und ich mit dem Salsa tanzen an und bald standen alle begeistert auf der Tanzfläche. Was wiederum bei den Bolivianern zu einer gewissen Verwunderung geführt hat, da es hier eher so scheint, als wäre nur Pärchentanz möglich, alle stehen sich in einer Reihe gegenüber und Mann und Frau tanzen miteinander ;-) war echt witzig. Doch als sie dann auch andere Musikstile zu spielen begonnen haben, war alles etwas entspannter.

Es gefiel uns dann doch so gut, dass wir erst um 5 heimkehrten. Der Sonntag viel dann dementsprechend ruhig aus.
Am Dienstag hatte ich ja dann, wie einigen bekannt, meinen Geburtstag. Das war wirklich ein schöner Geburtstag, vor allem wenn man bedenkt, dass ich erst 2 Wochen hier bin. Meine Gastfamilie hat mir eine riesen Torte besorgt
und hat mir ein Ständchen gesungen und zur Draufgabe hab ich sogar ein kleines Gecshenk bekommen. Das ist laut meinen Lehrerinnen etwas Besonderes, da 1. Im Moment sehr große Inflation in Bolivien herrscht, und
2. Ist das einfach super rieb von meiner Familie gewesen. Am Nachmittag war es ja dann eher gemütlich und am Abend hab ich mich mit den anderen „alumnos“ getroffen und wir haben die restliche Torte verputzt und ich habe noch ganz liebe kleine Geschenke bekommen.

Am Freitag gehen wir dann wieder so richtig am Putz hauen, feiern meinen Geburtstag und den Abschied von Franz. Das wird bestimmt lustig. Wer weiß vielleicht gibt es ja bald wieder etwas zu berichten.
Bis dahin hoffe ich dass es Euch gut geht. Danke an alle für Eure lieben Glückwünsche, hab mich total „zu hause“ gefühlt, weil so viele an mich gedacht haben. Dankeschön.
Seid umarmt und in meinem Herzen.
Dina

