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WIR HABEN EINE WOHNUNG

Endlich finde ich nun Zeit wieder einmal einen Bericht zu schreiben. Aber die letzten Tage waren auch sehr aufregend. Wir haben nämlich nun endlich eine fixe Bleibe. Und schön ist sie obendrein. Das lange Warten hat sich ausgezahlt. Von meinem Kellerabteil im Hotel das war mein Hostelzimmer(was jetzt nicht schlecht war aber doch etwas karg und nicht so gemütlich) jetzt endlich in ein eigenes Heim. Wir bewohnen den mittleren Stock eines dreistöckigen Hauses. Das Haus gehört der Mutter eines Psychologen, den wir zufälligerweise kennen gelernt haben. Isaac ist ein netter junger Kollege der mit 26 schon auf der Uni unterrichtet und für mich ein Glücksfall ist, da ich zu kollegialem Austausch kommen werde. Außerdem benötige ich Literatur, bei der er mir seine Hilfe zugesagt hat. Und sobald wieder ein Psychologentreffen in Sucre stattfindet wird er mir auch bescheid geben. Juchu! Auf das freue ich mich. Jetzt muss ich nur noch mein Spanisch verbessern ;-)mein Zimmer III

Aber zurück zu unserem Haus. Also in diesem Stock gibt es für jeden ein Zimmer, welche wir durch losen verteilt haben. Kathi hat das “Fliesenzimmer”, da es das einzige Zimmer ist, welches einen Fließenboden hat, dafür hat sie ab zu Mittag den vollen Sonnenschein und Blick auf unseren schönen Garten. Franzi bewohnt das Puppenzimmer, das kleinste Zimmer, aber sehr gemütlich und mit Heizung. Hanna, eine deutsche Voluntarin und unsere vierte Mitbewohnerin (sie bleibt auch bis November) hat das “Aprikotzimmer”, da eine Wand in dieser Farbe gestrichen ist. Ihr Zimmer ist wahrscheinlich das schönste, da sie fast den ganzen Tag Sonne hat und auch Blick auf den Garten. Mein Los hat mir das größte Zimmer gebracht, mit dem größten Bett, aber somit auch das Zimmer welches am schnellsten auskühlt. DOCH tara! Ich habe eine kleine Heizung und mit der lebt es sich sehr gut. Ich habe einen Mördereinbaukasten in meinem Zimmer stehen, von dem jetzt genau 1/6 mit meinem Gewand gefüllt ist ;-) Wir haben es uns am Wochenende in unseren Zimmern recht wohnlich gemacht, waren auf der Feria (Markt) einkaufen und mittlerweile fühlen wir uns alle recht wohl. Ach ja und dann haben wir noch ein Wohnzimmer! Die Küche ist einen Stock tiefer, und nicht zu vergessen unser schöner Garten. Einer der wenig grünen Flecken hierin Potosi - ein Augenschmaus für unsereins.unser Garten

 

Nachdem wir dann am Freitag in einer Hauruck-Aktion mit Sack und Pack angerückt sind, konnte das Haus nicht mehr auf alles gecheckt werden. So leben wir im Moment noch, nur mit Wasser am Vormittag, ab zu Mittag muß man kreativ werden was Zähne putzen und andere Bedürfnisse betrifft, aber irgendwo in den Leitungen finden sich doch auch noch immer ein paar Tropfen ;-) Unser Türschloss funktioniert auch noch nicht so recht, aber zum Glück haben wir ja noch ein Tor. Bei unseren Fenstern zieht es hinein wie bei einem Vogelhäuserl, ABER wir werden das alles irgendwie lösen. Denn e säst einfach super! Ich habe heute zum ersten Mal Yoga gemacht hier auf 4000m und es war echt fein, hier in meinem Zimmer muß ich euch sagen. Potosí ist bestimmt kein einfaches Pflaster, aber schön langsam beginne ich mich hier wohlzufühlen. Man gewöhnt sich wohl daran, dass man die meiste Zeit kalte Füsse hat und wenn man dann in die Sonne kommt, einem halb der Schlag trifft weil es so heiß ist ;-)Blick auf Potosí

 

Ich habe in den letzten Tagen, gemeinsam mit Johanna (eine andere Voluntarin von Intersol) einige Witwen besucht und habe so die Möglichkeit gehabt einiges von Potosí zu sehen und vor allem auch Einblick zu bekommen wie es den ganzen Frauen geht. Die Familien leben meist in einem kleinen Zimmer und schlafen teilweise zu 10 in 2-3 Betten. Von den hygienischen Bedingungen brauche ich wohl nicht zu berichten. Viele haben zum Glück zumindest schon ein Klo und fließendes Wasser, jedoch keine Dusche. Cerro Rico

 

Am Cerro Rico oben (“der” bekannte Berg, da sich in seinem inneren die ganzen Minen befinden) sieht es jedoch mit Klo und fließenden Wasser schon viel trauriger aus daher Gemeinschaftsklos (bestehend aus Löchern im Boden). Die Mütter stehen teilweise um 5 Uhr in der Früh auf, um den Kindern ein Essen vorzubereiten und die Hausarbeit zu erledigen, da sie danach den ganzen Tag arbeiten fahren und wenn sie nach Hause kommen ist zumeist schon Schlafenszeit. Die Kinder schreiben ihre Aufgaben auf einem Stockerl, oder überhaupt während ihrer Arbeit. Außer sie haben das Glück so wie unsere Kinder in einer Cuidaria zu sein. Ich muss sagen, man merkt - zum Glück - einen Unterschied. Bei Nuevas Luces wird den Kindern viel vermittelt. Sie putzen sich nach jeder Mahlzeit die Zähne, werden voll versorgt und einmal in der Woche werden die Haare gewaschen. Sie erhalten Unterstützung bei der Hausaufgabe und verbringen ihre Vor - oder Nachmittage nicht unbeaufsichtigt. Außerdem wird auf ihren Gesundheitszustand geachtet und Musol unterstützt die Mütter auch bei Problemen aller Art. In den letzten Tagen hat eine Ortsansässige Firma ihre Unterstützung bei der allgemeinmedizinischen Versorgung der Kinder zugesagt. Dies ist unglaublich, da natürlich so gut wie keines der Kinder bzw. Mütter versichert ist. Und eine wahnsinnig gute Sache. Außerdem wollen wir die Cuidaria, welche bis jetzt für Kinder von 0 - 12 Jahren geöffnet ist, auch für die 12 - 18 jährigen erweitern. Mit Bibliothek (Bücher sind in Potosí echt Mangelware) und PC. Dazu wurde schon Geld gesammelt, jetzt fehlt nur noch die entsprechende Örtlichkeit, was nicht so leicht zu finden ist.

Lausbub Kevin

Na ja und im Laufe meiner Beobachtungen und den gesprächen mit den Familien bin ich draufgekommen, dass viele der Kinder sehr schlecht sehen. Aufgrund der hohen UV-Strahlung hier, den schlechten Lichtverhältnissen in den Zimmern und der mangelnden medizinischen Versorgung kein Wunder. Das Problem ist nur, dass ein Besuch beim Augenarzt und der Kauf einer Brille für die Familien unerschwinglich ist. Somit wollen nun Kathi, Franzi und ich unsere Bekanntenkreise aktivieren und Euch bitten eine kleine gute Tat zu tätigen. Ich als Maulwurf weiß wie furchtbar es ist nicht ordentlich zu sehen und was das im alltäglichen Leben bedeutet. 1. Werden ganz einfache Dinge einfach zu einem Problem und 2. Ist das Sehen auch für den schulischen Erfolg sehr wichtig. Wie soll ein Kind etwas korrekt von der Tafel abschreiben, wenn es das Geschriebene nicht lesen kann? Und da hier viel aus Abschreiben besteht ist dies natürlich verheerend.

Christian möchte unbedingt aufs FotoMeine Bitte daher an Euch: Es würde schon reichen wenn jeder von Euch 1-2€ spenden würde. Damit könnten wir den Kindern den Arztbesuch und Brillen kaufen.

Vielleicht habt ihr ja auch Freunde oder Bekannte die auch bereit wären, einen € “locker” zu machen. Das wäre echt super und würde uns hier sehr viel weiter helfen. (Ein Arztbesuch kostet ca. 5 €, Brillen geschätzt zwischen 30 und 40€).

Was meint ihr wäre das möglich?

Doch wohin mit dem Geld. Das muss ich mir diese Woche in Ruhe Überlegen und würde euch das nächste Woche mitteilen. Ich hoffe, dass ihr meine Bitte versteht. Ich habe zwar erst angefangen hier zu arbeiten, aber ich kann euch eines sagen, die Kinder sind es voll und ganz wert. Es ist unglaublich wie viel diese Kinder teilweise schon auf ihre wenigen Jahre erlebt haben und wie liebenswert und lebensfroh sie trotz allem sind. Bitte unterstützt uns dabei! Ich versichere Euch auch hiermit, dass das Geld auch wirklich dorthin kommt wo es hinkommen soll. Nämlich direkt zu den Kindern. Und wenn ihr Euch selbst überzeugen wollt, auch kein Problem, ich habe ja jetzt ein großes Zimmer, in das ihr herzlich eingeladen seid ;-)

Diese Woche werde ich noch einige “Wohnungen” der Witwen besuchen und dann fahren wir noch mit einem Jungen nach Sucre, der auf den Kopf geflogen ist und der möglicherweise schwere Schäden davon getragen hat. Es wurde jedoch verabsäumt ihn ordentlich zu untersuchen. Das müssen wir jetzt nachholen.Haltet uns die Daumen, dass es nichts Schlimmeres ist!

Am Wochenende haben wir dann “Reunion”(Zusammentreffen) mit den Witwen, und da werde ich dann auch zum ersten Mal meine “Sprechstunden” anbieten. Wie aufregend!

Das Wochenende heißt es dann ab zur Chilenischen Grenze, da ich ja während meines Aufenthaltes hier, mein Visum 3 mal verlängern muss. Wir werden in einer ganzen Gruppe fahren und das wird bestimmt lustig. UND ich sehe das MEER! JUCHU!!!

Ich könnte jetzt noch einiges mehr schreiben, doch bin ich schon recht müde und werde Euch daher jetzt lassen. Ihr fehlt mir alle sehr und immer wieder betrachte ich meine vielen Fotos, damit ich euch ganz nahe bei mir habe. Ich hoffe es geht allen gut; Urlaube werden genossen, Hochzeitsvorbereitungen laufen, Uli ich hoffe du kugelst noch nicht die Treppen hinunter, Beziehungen laufen hervorragend, Jobs werden gern gemacht usw.

Ich schicke euch ein etwas verstaubtes und frierendes, aber deswegen nicht weniger herzliches Bussi

Seid umarmt

Dina

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Cumple y Bautizo

So zunächst einmal die Neuigkeiten. Habe jetzt noch 5 tage in CBBA angehängt um mein Spanisch noch zu vertiefen. Ich wurde gerade mit viel Grammatik zugeschüttet und gemeinsam mit den Lehrerinnen hab ich beschlossen einfach noch 1 Woche die Schulbank zu drücken. Ich möchte mich einfach sicherer fühlen und das gelernte nicht gleich wieder vergessen müssen, weil ich es nicht anwenden kann. Dadurch wird mein Aufenthalt zwar ein wenig teurer, aber ich hoffe es rechnet sich.  Das Geburtstag und die Riesentorte So am Wochenende hat sich bei mir wieder einiges getan. Am Freitag war der Geburtstag von Joseph. Er wurde heisse 3 Jahre alt und es gab eine grosse Party für alle Cousins und Cousinen und eine RIESENTORTE. Unser Wohnzimmer wurde zum Partysaal umdekoriert, jeder Sessel bekam einen Spidermanluftbaloon, und sogar auf der Torte war ein Spiderman zu finden. Ihr werdet nämlich nicht erraten auf was Joseph steht. Nämlich auf Spiderman! Genau. einmal in die Torte tunken Der Geburtstag war ganz lieb, auch wenn ich Topfklopfen und andere Spiele schmerzlich vermisst habe. Hierzulande wird vor allem getanzt und schon die kleinen werden auf die Tanzfläche geschliffen und dürfen sich vor der ganzen Verwandtschaft bestaunen lassen ;-) also nichts für schwache Nerven ;-) Am Abend war dann unsere mehr oder weniger fixe Gruppe bei Lukas eingeladen. Wir haben sein neues zu Hause ausführlich bestaunt und bewundert und sind dann zu späterer Stunde in die Stadt vorgerückt und schließlich und endlich im Piementos gelandet, eine kleine Disco die mich schwer an ein Lokal in Österreich erinnert hat, nur weiß ich leider nicht mehr wo ;-) egal,... Dort sind wir dann mehr oder weniger versumpft, Herzen haben sich gefunden, andere hat man (Frau) auf der Strasse schlafend aufgelesen (Wenn es nicht gerade ungefährlich gewesen wäre, wäre es ja “die” Geschichte gewesen) und andere haben sich erst wieder um 8 im Bett gefunden. Ich war ja schon in aller Herrgotts früh munter um bei den Vorbereitungen für die Fiesta und die Taufe zu helfen. Zum Glück hatte ich zu Mittag noch ein wenig Zeit um mich auszurasten. meine Familie Und dann gings los. Mit der gesamten Familie im Taxi (also 5 Erwachsene und 2 Kinder) zur Kirche. Und dann war ich bei der seltsamsten Taufe in meinem Leben. Insgesamt wurden 8 Kinder getauft. Der Pfarrer wirkte auf mich ab und zu ein wenig unorganisiert, als ob der die einzelnen Familien auch einfach nicht kennen würde. Die Messe allein war für mich schon ein wenig anders, weil sie natürlich auf Spanisch war,...und dann noch das Gewusel der ganzen Familien, und meine Aufgabe Fotos zu machen, war schon ein wenig viel ;-) 20080329 0020 (Small) Aber auch das ging vorbei und ich glaube und hoffe, dass ich meiner Familie mit den Fotos eine Freude gemacht habe. ;-) Zu Hause angekommen, wartete dann alles auf die Fiesta Gäste, denn bei der Taufe selber war sicher nur 1/3 der Verwandtschaft anwesend. Zunächst wurden Reden geschwungen und dann gings auch schon los mit dem Tanzen. Zuerst die Taufpaten mit den Eltern des Taufkindes. Mitten im Lied wird die Musik gestoppt und die Pärchen (Taufvater mit Mutter, Taufmutter mit Vater) müssen einen Schnaps mit Limettensaft trinken, dann geht der Tanz weiter. Genau dasselbe macht man dann mit Eltern, Omas, Schwiegereltern usw. Bis dann irgendwann die Tanzfläche für alle freigegeben wurde. Jose und Oma Marucha beim Tanzen Dann durfte die Extranera ( also ich) mit Jose - meinem Gastvater- vor allen Salsa tanzen, Hui hab ich mich da gar nicht beobachtet gefühlt ;-) Dazwischen wurde schon ordentlich zugelangt, Bier, Whiskey und Schnaps, also eigentlich alles Lieblingsgetränke von mir. Mußte mich um 5 Uhr Nachmittags alle 5 Minuten gegen ein Angebotes Getränk erwehren. Ganz konnte ich ihnen jedoch nicht entkommen. ;-) Also sich dann einmal alle warm getanzt hatten, einige zeigten schon die ersten Ermüdungserscheinungen, gab es Essen. Alles von meiner Familie vorbereitet. Essen für 50 Leute,... Schwein, Hendl, Erdäpfel, Süßkartoffel, Ocra, Salat, viel Salsa und zum Essen noch mehr Alk. ;-) Dina beim Pflicht "fresca" = Schnaps Aber ja sie hatten alle viel Spaß und ich glaube einige einen ordentlichen Kater. Als ich nämlich um 3.30 in der Früh nach Hause zurückkehrte waren noch ein paar einzelne Personen anwesend,... Nur di erhaben mein heimkommen gar nicht bemerkt. ;-) Das erstaunliche war, wie schnell am nächsten Tag alles zusammengeräumt war, da da die ganze Familie zusammengeholten hat, dann haben wir noch ein Restlessen veranstaltet und das war so richtig gemütlich,... Habs voll genossen.  Danach hab ich Kathi und Franzi gemeinsam mit Claudia verabschiedet, da die beiden nach Potosi abgezischt sind - aber ich folge ja bald - und Claudia und ich sind noch mal schwimmen gegangen. Super Sonntag, hab auch endlich wieder Zeit für Yoga gefunden, nachdem ich die Tage davor eher unrund war. Leider ist es hier etwas schwierig die Ruhe und die Zeit zu finden,... Aber es wird schon besser und in Potosi dann überhaupt.  Tja in Bolivien tut sich nach wie vor sehr viel. Politisch gibt es eigentlich fast jeden Tag wieder etwas zu berichten. Schön langsam zeichnet sich für mich ein Bild von Evo Morales ab, welches mir nicht besonders gefällt. Leider versteh ich ja noch immer nicht alles, aber es ist einfach offensichtlich, dass er sehr manipultaiv arbeitet, die Jahrzehntelange Unterdrückung der Campesinos zu seinen Gunsten ausnutzt, sie manipuliert und diese sich auch manipulieren lassen, da sie kaum über Bildung Verfügung und alles glauben was man ihnen erzählt. Evo Morales gibt vor, aufgrund von teilweise indigen Wurzeln, pro Indio zu sein, in Wahrheit bekomme ich das Gefühl, dass er ein korrupter Politiker ist wie alle anderen auch. Es wird ihm nachgesagt, eine Cocaplantagen in Kolumbien zu besitzen und genauso ein Oligarch zu sein, wie viele andere auch. Außerdem stellt er die Kokaproduktion vor allem anderen, was aber nicht notwendig ist, da Bolivien gar nicht so viel Koka braucht. Klüger wäre, die restliche Landwirtschaft zu fördern damit man gewisse Dinge nicht importieren muß. Außerdem sollte man doch schauen wie man sein Volk einigt, anstatt es zu spalten. Und mit Aussagen wie, die Chochabambinos essen zu viel, sie sollen weniger essen und weniger Kleidung kaufen, ist auch niemanden geholfen. Was soll das?! Jetzt hat die Regierung eine Aktion gestartet, wo sie in allen Hauhalten die Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen,... Das bezahlt der Staat, gemeinsam mit Venezuela, und die Glühbirnen tauschen Kolumbianer aus!!! Das muss man sich einmal geben,.. Als ob der Stadt Bolivien keine andere Sorgen hätte. Was ist mit den ganzen Strassenkindern, den Frauen die nicht wissen wie sie ihre Kinder ernähren sollen, weil der Mann sie sitzen gelassen hat und mit einer jüngeren abgezischt ist, und es hier aber keine gesetzlichen Regelungen gibt wie Alimente. Oder die vielen kranken Menschen die sich keinen Arzt leisten können, weil einmal zum Arzt gehen in unseren Verhältnissen gerechnet 100 € kostet.  Die vielen Kinder die den ganzen Tag arbeiten gehen um dann noch von 18:00 - 22:00 in die Schule zu gehen. Ja Evo hat auch gute Sachen eingeführt, eben Abendschule, damit die Kinder die arbeiten auch eine Chance auf Bildung haben. Aber betrachtet man es aus unseren Augen ist das der Wahnsinn oder? Diesen Kindern wird unheimlich viel zugemutet, und wundert es einen dann wenn sie auszubrechen versuchen, oder wenn sich Gewalt und Frustration breit macht? So gesehen sind Glühbirnen ein wirklich wichtiges Thema in diesem Land.  Aber ja, auch Mutterschutz kennt dieses Land nicht. Ist man Schwanger kann man bis 4 Wochen vor dem Geburtstermin arbeiten und 2 Monate nach der Geburt auch wieder. Pfu so ein Kind bekommen ist ja was Leichtes. Urlaub? Was ist das? 2 Wochen im Jahr, braucht man sonst frei, hängt es schwer vom Arbeitgeber ab, ob es möglich ist oder nicht. Auch hier gibt es keine Regelung.  Omas die kaum mehr gehen können sitzen am Markt und preisen ihre Ware an, Opas schleppen Orangen und andere Sachen durch die Gegend. Und man darf nicht vergessen, in CBBA geht es den Leuten eigentlich ganz gut,...  Ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Bare ich muß mich jetzt aufmachen. Ich werde morgen für meine Familie kochen und muß zu einem Supermarkt am anderen Ende der Stadt, damit ich hoffentlich alle Zutaten bekomme. Ich hoffe Euch geht es gut. Freu mich über jeden Bericht. Dina   
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