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die letzten tage

Hoffentlich hört ihr jetzt wieder regelmäßiger von mir. Nach all den Aufregungen funktioniert jetzt hoffentlich einmal alles,... aber wir wollen es ja mal nicht verschreien. Meine kleine Reise zur Grenze ist nun auch vorbei und ich sitze wieder glücklich, wenn auch schwer verkuehlt in meinem Zimmer in Potosí. La Paz von oben

Nachdem ich in La Paz Zwischenstop gemacht hatte um mir eine neue Kamera zu kaufen (die jetzt übrigens ROSA ist – ja Mädels!), ging es weiter nach Desaquadero der Grenzstadt zu Peru udn von dort aus weiter nach Copacabana. Also die Grenzüberschreitung war jetzt nicht sonderlich aufregend, außer dass ich meine Tasche ziemlich viel durch die Gegend gecshleppt habe und 1,5 Stunden in einem Minibus durch die Gegend gekurvt bin, bis ich wieder an der Bolivianischen Grenze angelangt bin. Dort haben sie mich mit weniger freundlichen Armen empfangen un dich mußte mich rechtfertigen warum ich dieses Land nochmal betreten möchte (ohne zu erwähnen, dass eigentlich hier arbeite, denn das kostet ein Heiden Geld). Naja im Endeffekt hab eich nur ein Visum für 30 Tage bekommen und muß zur Migration wandern um es auf 90 tage umzuändern,... mühsam aber sonst wären wir ja nicht in Bolivien.

Sonnenuntergang über Copacabana

Zurück zu Copacabana eine Stadt direkt am Lago Titicaca. Normalerweise sehr ruhig, doch ich kam gerade zu einer der größten Fiestas des Jahres wo alles voll mit Touristen ist. Ich konnte noch einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen und hab mir dann ein Zimmer mit einem ziemlich schrägen aber netten Deutschen geteilt, der 13 Jahre in Copacabana gelebt hatte.

Copacabana am Morgen

Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr in der Früh auf zur Isla del Sol, wo ich endlich ein wenig zur Ruhe kommen konnte, nachdem ich erfolgreich, wenn auch unbeabsichtigt, mein Handy im Lago versenkt hatte. Der Norden der Insel ist eine kleine Oase und strahlt viel Kraft und Ruhe aus. Der Legende nach wurden auch die ersten Inkas dort „geboren“ bzw. Geschaffen. Die Insel ist eine heilige Insel und ist seit der Zeit Tiwanacus ein wichtiger Ort.Isla del Sol
Es gibt auch eine versunkene Stadt im Lago in der Nähe des nördlichen Teils,... wahnsinnig gerne hätte ich diese betaucht, doch leider ist das nicht möglich und so mußte ich mich mit Fotos zufriedengeben. Habe mich dann einen ganzen Nachmittag zwischen Inkaruinen und Gestein herumgetrieben um dann den Tag am Strand ausklingen zu lassen. Der Lago Titicaca ist unglaubloich schön und war einfach eine willkommene Abwechslung zum eher Sandfarbenen Potosi. Sonnenaufgang Isla del Sol II

Am nächsten Tag habe ich dann den Sonnenaufgang bewundert und bin dann vom Norden in den Süden gewandert um dann von dort aus wieder zurück nach Copacabana zu fahren. Dort war ich dann ein wenig nervös, da es weiterhin Strassenblockaden gab und es auch zu massiveren Ausschreitungen gekommen ist. Im Bus lernte ich dann Juan kennen, ein Bolivianer der ein Jahr in Deutschland als Au pair war und zufälligerweise auch Psychologie studiert. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und so konnte ich meine Sorgen teilen und die Welt sah schon wieder rosiger aus. Am selben Tag war es leider nicht möglich nach Potosi zurück zu kehren und somit mußte ich den bolivianischen Nationalfeiertag in La Paz verbringen. Die ganze Stadt hatte sich für die großen Militär und ich weiß nicht was noch für Umzüge herausgeputzt, während ich verzweifelt auf der Suche nach offenen Museen war ;-) Eines hat meine verzweifelten Rufe dann doch gehört und ich konnte Kunst bolivianischer Künstler bewundern. Besonders gefallen haben mir dabei Bilder von Medina, hunanca und Antezana. Danach hab ich noch in den Souvenirläden vorbeigeschaut und mir danach eine äußerst leckere Lasagne gegönnt, dass das bekommt man in Potosi kaum. Danach ging es auf nach Potosi wo ich glücklich und mit Eisfüßen (da es im Bus keine Heizung gab, ankam).

Schnee in Potosi

Die letzten Tage in Potosi habe ich dann erkältet eher ruhig verbracht. Isaac war aus Sucre zu besuch und wir hatten viel Spaß, Gonzalo (er hat eine Zeit lang in unserem Haus gewohnt) war auch zu Besuch und ein paar andere auch noch. Nachdem ja dieses Wochenende Referendum in Bolivien war, in welchem beschlossen wurde, ob der derzeitige Präsident Evo Morales bleiben soll oder nicht, waren alle Lokale geschlossen und es wurde auch kaum Alkohol verkauft, damit alle nüchtern zur Wahl erscheinen. In Bolivien ist Wahlpflicht, was bedeutet dass man wählen gehen muß! Wenn man nicht geht, kann man gewisse Services nicht in Anspruch nehmen, da man dann seien Bestätigungskarte herzeigen muß, dass man wählen war. Gestern hat dann Evo Morales mit einer ganz schönen Mehrheit (über 70%) gewonnen und wird somit weiterhin Präsident des landes bleiben. Schauen wir einmal wohin das führen wird. Hoffen wir da s Beste.

In diesem Sinne, Alles Liebe und bis Bald

Dina alias Hexe Rotnase

La Bruja (Hexe Rotnase)

 

 

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Cumple y Bautizo

So zunächst einmal die Neuigkeiten. Habe jetzt noch 5 tage in CBBA angehängt um mein Spanisch noch zu vertiefen. Ich wurde gerade mit viel Grammatik zugeschüttet und gemeinsam mit den Lehrerinnen hab ich beschlossen einfach noch 1 Woche die Schulbank zu drücken. Ich möchte mich einfach sicherer fühlen und das gelernte nicht gleich wieder vergessen müssen, weil ich es nicht anwenden kann. Dadurch wird mein Aufenthalt zwar ein wenig teurer, aber ich hoffe es rechnet sich.  Das Geburtstag und die Riesentorte So am Wochenende hat sich bei mir wieder einiges getan. Am Freitag war der Geburtstag von Joseph. Er wurde heisse 3 Jahre alt und es gab eine grosse Party für alle Cousins und Cousinen und eine RIESENTORTE. Unser Wohnzimmer wurde zum Partysaal umdekoriert, jeder Sessel bekam einen Spidermanluftbaloon, und sogar auf der Torte war ein Spiderman zu finden. Ihr werdet nämlich nicht erraten auf was Joseph steht. Nämlich auf Spiderman! Genau. einmal in die Torte tunken Der Geburtstag war ganz lieb, auch wenn ich Topfklopfen und andere Spiele schmerzlich vermisst habe. Hierzulande wird vor allem getanzt und schon die kleinen werden auf die Tanzfläche geschliffen und dürfen sich vor der ganzen Verwandtschaft bestaunen lassen ;-) also nichts für schwache Nerven ;-) Am Abend war dann unsere mehr oder weniger fixe Gruppe bei Lukas eingeladen. Wir haben sein neues zu Hause ausführlich bestaunt und bewundert und sind dann zu späterer Stunde in die Stadt vorgerückt und schließlich und endlich im Piementos gelandet, eine kleine Disco die mich schwer an ein Lokal in Österreich erinnert hat, nur weiß ich leider nicht mehr wo ;-) egal,... Dort sind wir dann mehr oder weniger versumpft, Herzen haben sich gefunden, andere hat man (Frau) auf der Strasse schlafend aufgelesen (Wenn es nicht gerade ungefährlich gewesen wäre, wäre es ja “die” Geschichte gewesen) und andere haben sich erst wieder um 8 im Bett gefunden. Ich war ja schon in aller Herrgotts früh munter um bei den Vorbereitungen für die Fiesta und die Taufe zu helfen. Zum Glück hatte ich zu Mittag noch ein wenig Zeit um mich auszurasten. meine Familie Und dann gings los. Mit der gesamten Familie im Taxi (also 5 Erwachsene und 2 Kinder) zur Kirche. Und dann war ich bei der seltsamsten Taufe in meinem Leben. Insgesamt wurden 8 Kinder getauft. Der Pfarrer wirkte auf mich ab und zu ein wenig unorganisiert, als ob der die einzelnen Familien auch einfach nicht kennen würde. Die Messe allein war für mich schon ein wenig anders, weil sie natürlich auf Spanisch war,...und dann noch das Gewusel der ganzen Familien, und meine Aufgabe Fotos zu machen, war schon ein wenig viel ;-) 20080329 0020 (Small) Aber auch das ging vorbei und ich glaube und hoffe, dass ich meiner Familie mit den Fotos eine Freude gemacht habe. ;-) Zu Hause angekommen, wartete dann alles auf die Fiesta Gäste, denn bei der Taufe selber war sicher nur 1/3 der Verwandtschaft anwesend. Zunächst wurden Reden geschwungen und dann gings auch schon los mit dem Tanzen. Zuerst die Taufpaten mit den Eltern des Taufkindes. Mitten im Lied wird die Musik gestoppt und die Pärchen (Taufvater mit Mutter, Taufmutter mit Vater) müssen einen Schnaps mit Limettensaft trinken, dann geht der Tanz weiter. Genau dasselbe macht man dann mit Eltern, Omas, Schwiegereltern usw. Bis dann irgendwann die Tanzfläche für alle freigegeben wurde. Jose und Oma Marucha beim Tanzen Dann durfte die Extranera ( also ich) mit Jose - meinem Gastvater- vor allen Salsa tanzen, Hui hab ich mich da gar nicht beobachtet gefühlt ;-) Dazwischen wurde schon ordentlich zugelangt, Bier, Whiskey und Schnaps, also eigentlich alles Lieblingsgetränke von mir. Mußte mich um 5 Uhr Nachmittags alle 5 Minuten gegen ein Angebotes Getränk erwehren. Ganz konnte ich ihnen jedoch nicht entkommen. ;-) Also sich dann einmal alle warm getanzt hatten, einige zeigten schon die ersten Ermüdungserscheinungen, gab es Essen. Alles von meiner Familie vorbereitet. Essen für 50 Leute,... Schwein, Hendl, Erdäpfel, Süßkartoffel, Ocra, Salat, viel Salsa und zum Essen noch mehr Alk. ;-) Dina beim Pflicht "fresca" = Schnaps Aber ja sie hatten alle viel Spaß und ich glaube einige einen ordentlichen Kater. Als ich nämlich um 3.30 in der Früh nach Hause zurückkehrte waren noch ein paar einzelne Personen anwesend,... Nur di erhaben mein heimkommen gar nicht bemerkt. ;-) Das erstaunliche war, wie schnell am nächsten Tag alles zusammengeräumt war, da da die ganze Familie zusammengeholten hat, dann haben wir noch ein Restlessen veranstaltet und das war so richtig gemütlich,... Habs voll genossen.  Danach hab ich Kathi und Franzi gemeinsam mit Claudia verabschiedet, da die beiden nach Potosi abgezischt sind - aber ich folge ja bald - und Claudia und ich sind noch mal schwimmen gegangen. Super Sonntag, hab auch endlich wieder Zeit für Yoga gefunden, nachdem ich die Tage davor eher unrund war. Leider ist es hier etwas schwierig die Ruhe und die Zeit zu finden,... Aber es wird schon besser und in Potosi dann überhaupt.  Tja in Bolivien tut sich nach wie vor sehr viel. Politisch gibt es eigentlich fast jeden Tag wieder etwas zu berichten. Schön langsam zeichnet sich für mich ein Bild von Evo Morales ab, welches mir nicht besonders gefällt. Leider versteh ich ja noch immer nicht alles, aber es ist einfach offensichtlich, dass er sehr manipultaiv arbeitet, die Jahrzehntelange Unterdrückung der Campesinos zu seinen Gunsten ausnutzt, sie manipuliert und diese sich auch manipulieren lassen, da sie kaum über Bildung Verfügung und alles glauben was man ihnen erzählt. Evo Morales gibt vor, aufgrund von teilweise indigen Wurzeln, pro Indio zu sein, in Wahrheit bekomme ich das Gefühl, dass er ein korrupter Politiker ist wie alle anderen auch. Es wird ihm nachgesagt, eine Cocaplantagen in Kolumbien zu besitzen und genauso ein Oligarch zu sein, wie viele andere auch. Außerdem stellt er die Kokaproduktion vor allem anderen, was aber nicht notwendig ist, da Bolivien gar nicht so viel Koka braucht. Klüger wäre, die restliche Landwirtschaft zu fördern damit man gewisse Dinge nicht importieren muß. Außerdem sollte man doch schauen wie man sein Volk einigt, anstatt es zu spalten. Und mit Aussagen wie, die Chochabambinos essen zu viel, sie sollen weniger essen und weniger Kleidung kaufen, ist auch niemanden geholfen. Was soll das?! Jetzt hat die Regierung eine Aktion gestartet, wo sie in allen Hauhalten die Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen,... Das bezahlt der Staat, gemeinsam mit Venezuela, und die Glühbirnen tauschen Kolumbianer aus!!! Das muss man sich einmal geben,.. Als ob der Stadt Bolivien keine andere Sorgen hätte. Was ist mit den ganzen Strassenkindern, den Frauen die nicht wissen wie sie ihre Kinder ernähren sollen, weil der Mann sie sitzen gelassen hat und mit einer jüngeren abgezischt ist, und es hier aber keine gesetzlichen Regelungen gibt wie Alimente. Oder die vielen kranken Menschen die sich keinen Arzt leisten können, weil einmal zum Arzt gehen in unseren Verhältnissen gerechnet 100 € kostet.  Die vielen Kinder die den ganzen Tag arbeiten gehen um dann noch von 18:00 - 22:00 in die Schule zu gehen. Ja Evo hat auch gute Sachen eingeführt, eben Abendschule, damit die Kinder die arbeiten auch eine Chance auf Bildung haben. Aber betrachtet man es aus unseren Augen ist das der Wahnsinn oder? Diesen Kindern wird unheimlich viel zugemutet, und wundert es einen dann wenn sie auszubrechen versuchen, oder wenn sich Gewalt und Frustration breit macht? So gesehen sind Glühbirnen ein wirklich wichtiges Thema in diesem Land.  Aber ja, auch Mutterschutz kennt dieses Land nicht. Ist man Schwanger kann man bis 4 Wochen vor dem Geburtstermin arbeiten und 2 Monate nach der Geburt auch wieder. Pfu so ein Kind bekommen ist ja was Leichtes. Urlaub? Was ist das? 2 Wochen im Jahr, braucht man sonst frei, hängt es schwer vom Arbeitgeber ab, ob es möglich ist oder nicht. Auch hier gibt es keine Regelung.  Omas die kaum mehr gehen können sitzen am Markt und preisen ihre Ware an, Opas schleppen Orangen und andere Sachen durch die Gegend. Und man darf nicht vergessen, in CBBA geht es den Leuten eigentlich ganz gut,...  Ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Bare ich muß mich jetzt aufmachen. Ich werde morgen für meine Familie kochen und muß zu einem Supermarkt am anderen Ende der Stadt, damit ich hoffentlich alle Zutaten bekomme. Ich hoffe Euch geht es gut. Freu mich über jeden Bericht. Dina   
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